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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Eine Frage von Leben und Tod

29.11.2017

Westerstede Wie können Sterbende in Würde begleitet werden? Wie können für die Angehörigen schwierige Entscheidungen getroffen werden, die ihr Leben und ihren Tod betreffen? Fragen, mit denen sich bei Bedarf das ambulante Ethik-Komitee im Ammerland beschäftigt.

Palliativstützpunkt Ammerland und Uplengen

Der Palliativstützpunkt Ammerland und Uplengen steht für eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in der Region. Die SAPV dient – in Ergänzung zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung – dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod vor allem in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

Dabei geht es um eine bestmögliche Symptomkontrolle, wie zum Beispiel durch Linderung von Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Depressionen, Angst- und Unruhezustände der Patienten. Es gelten die Leitsätze der Palliativmedizin wie Hoffnung auf ein Leben und Sterben in Würde, Respekt vor der Würde des Menschen im Leben oder auch der Satz „Nicht das Sterben, sondern die Qualität des verbleibenden Lebens steht im Mittelpunkt“.

Der Palliativstützpunkt, Zum Orchideenkamp 21 in Westerstede, ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr über Telefon  0 44 88/ 5 20 88 88 erreichbar.

    palliativ-stuetzpunkt.de

Die Gruppe – bestehend aus Medizinern, Fachpflegern, Kranken- und Palliativ-Care-Schwestern, Trauerbegleitern, Rechtsanwälten, Apothekern oder auch einem Pastor – möchten Patienten und Angehörige moralisch unterstützen, wenn es um Entscheidungen in der letzten Lebensphase geht. Darüber hinaus können bei ihnen Hausärzte und Pflegende eine professionelle Ethikberatung erhalten. „Meist geht es dabei um ethische Konfliktlösungen am Lebensende, wie das Beenden von lebensverlängernden Maßnahmen, meist die Frage, ob eine künstliche Ernährung fortgesetzt werden soll“, weiß Paul Kathmann, Internist und Geschäftsführer der plexxon, einem Ärztenetzwerk im Ammerland und ostfriesischen Uplengen, dem aktuell 80 Mediziner angehören. Da plexxon zwei niedersächsische Palliativstützpunkte betreibt (Ammerland und Uplengen sowie Oldenburg Land und Delmenhorst), wurde im Rahmen der Palliativversorgung von plexxon eben jenes Ethik-Komitee gegründet.

Im Rahmen einer speziellen ethischen Weiterbildung wurden die Mitglieder umfassend auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie wissen, der Wille des Patienten steht im Mittelpunkt. Das Ethik-Komitee bietet frühzeitige Gespräche über die Prognose der Erkrankung, den Krankheitsverlauf, die zu erwartenden Komplikationen und über Sterben und Tod an. „Erwartungen sollen benannt, Ängste und Sorgen besprochen und mehr Klarheit und Sicherheit vermittelt werden“, so das Gremium, das über den Palliativstützpunkt in Westerstede kontaktiert werden kann. Wer das Ethik-Komitee kurzfristig befragen möchte, ist ebenso willkommen. So soll möglichst allen Betroffenen geholfen werden.

Wichtig: Das Ethik-Komitee arbeitet immer auf einen konkreten Fall bezogen, wobei alle betroffenen Personen, die in die Behandlung des Patienten einbezogen sind, mit bedacht werden. Ziel ist es, eine Therapie festzulegen, von der auszugehen ist, dass sie dem Willen und dem Wohl des Patienten entspricht.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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