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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Auf Nummer sicher gehen

14.06.2018

Westerstede Wie sollten Jugendliche richtig verhüten? Was kann gegen Cybermobbing getan werden? An wen können sie sich wenden, wenn alles schief läuft? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich vier Tage lang über 650 Schüler der Robert-Dannemann-Schule und der Oberschule Augustfehn bei den Jugendfilmtagen in Westerstede.

Diese wurden in Kooperation mit dem Gesundheitsamt und der Aids-Hilfe Oldenburg veranstaltet. Im Anschluss an die Filmvorführungen konnten sich die Jugendlichen an Informationsständen der Schwangeren-Konflikt-Beratung des Diakonischen Werkes Ammerland, der Pro Familia Oldenburg, der Drogenberatungsstelle Rose 12 aus Bad Zwischenahn und der Aids-Hilfe Oldenburg weiter informieren.

Die Experten wählten für das Film-Festival insgesamt vier Filme für unterschiedliche Altersklassen aus. Auf dem Programm stand unter anderem der Streifen „Fickende Fische“. Darin geht es um einen HIV-infizierten Jungen, seine erste Liebe und sein erstes Mal. Ein ernstes und wichtiges Thema, denn: „Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in den letzten Jahren nicht verringert“, konstatierte Marianne Hamm, Geschäftsführerin der Aids-Hilfe Oldenburg. Allein im Landkreis Ammerland begleite die Aids-Hilfe zurzeit zwanzig Personen, die HIV-positiv sind oder ein HIV-positives Familienmitglied haben. „Mit den Jugendfilmtagen gelingt es uns, Jugendliche zu erreichen, die noch am Anfang ihres sexuellen Lebens stehen.“

An dem Stand der Aids-Hilfe konnten sich die Jugendlichen im Anschluss an die Filmvorstellungen zudem über die Krankheit informieren und spielerisch den richtigen Umgang mit Verhütungsmitteln lernen. Ein Highlight war sicherlich der sogenannte „Kondomführerschein“, für den besonders ältere Schülerinnen und Schüler Schlange standen. Für einen erfolgreichen Abschluss mussten die Jugendlichen in einem theoretischen Teil Fragen zur Haltbarkeit und richtigen Aufbewahrung von Kondomen beantworten und in der Praxis die korrekte Anwendung an einem Modell demonstrieren.

„Die Jugendfilmtage sind ein attraktives und handlungsorientiertes Projekt rund um die Themen Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV bzw. Aids“, fasste Anja Rüthemann, Verwaltungsleiterin des Gesundheitsamtes, zusammen. Sie unterstrich, dass Prävention ein besonders wichtiger Schlüssel sei, um die Verbreitung von HIV bzw. Aids einzudämmen. Das Gesundheitsamt biete dazu – absolut vertraulich – Beratungen und Tests an.

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