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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Westerstede pumpt 7,5 Millionen Euro in Schulen

28.09.2017

Westerstede Die Entscheidung war eigentlich schon vor der Ratssitzung am Dienstagabend auf Schloß Köhlmoor gefallen: Die Stadt Westerstede wird in den kommenden Jahren rund 7,5 Millionen Euro in die Schulen stecken. Darauf hatten sich die Fraktionen bereits im Verwaltungsausschuss geeinigt. Im Schul- und Bauausschuss war das Millionen-Programm hingegen in diesem Umfang noch (knapp) durchgefallen.

Bürgermeister Klaus Groß nannte die Entscheidung einen „richtigen Schritt“. Es würden viele Probleme gelöst.

Doch was ist nun geplant? Markus Schneider (CDU) und Tahide Demirbilek (parteilos) berichteten von der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Bauausschusses. Die schon längst abgängigen Containerklassen am Gymnasium sollen verschwinden und durch ein größeres, neues Gebäude ersetzt bzw. erweitert werden. Hintergrund: Durch die Rückkehr zu G9 (also das Abitur wieder nach 13 und nicht nach zwölf Schuljahren) muss am Gymnasium ein Jahrgang mehr unterrichtet werden. Dabei platzt die Schule jetzt schon aus allen Nähten.

Zehn neue Klassenräume sollen deshalb im kommenden Jahr geplant und voraussichtlich 2019 und 2020 gebaut werden. „Wir haben dafür in den kommenden drei Jahren fünf Millionen Euro eingeplant“, erläuterte Hilke Hinrichs, die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, auf Nachfrage. Aktuell gehe man von Kosten in Höhe von 4,6 Millionen Euro aus. Damit habe man noch einen Puffer.

Anschließend steht die Erweiterung des Lehrerzimmers und eines weiteren Klassenraums an. Kostenpunkt: noch mal 910 000 Euro.

Bevor das Gymnasium an der Reihe ist, geht es aber mit der Robert-Dannemann-Schule los. Durch die Inklusion steigt dort der Anteil von Kindern mit Behinderungen. Barrierefrei ist die Schule aber nicht. Rollstuhlfahrer können die Obergeschosse in den Gebäuden derzeit nicht erreichen.

Dies soll nun geändert werden. Geplant ist ein Zwischenbau am Gebäude M mit Verbindung zu den Gebäuden A und B. Zudem wird dort ein Fahrstuhl angebaut, außerdem sind Toiletten und für die Inklusion notwendige Sanitärgebäude angedacht und der Neubau von Physikräumen. 1,35 Millionen Euro werden dafür fällig. Die Betonsanierung (180 000 Euro) ist bereits angelaufen.

Im kommenden Jahr soll der Umbau an der RDS geplant werden, dann folgt der Bau – anschließend ist das Gymnasium dran.

„Wir wollen die Investitionen möglichst über mehrere Jahre strecken“, so Hinrichs. Das liegt auch daran, dass der Rat erst vor seiner vorletzten Sitzung eine maximale Investition von 4,5 Millionen Euro beschlossen hatte.

Und: Auch bei der Grundschule Gießelhorst will man in die Planung einer Erweiterung einsteigen. Das wären dann weitere Ausgaben im Schulbereich.

Frank Lukoschuss (SPD) begrüßte zwar, dass die Ratsmehrheit sich nun doch zu den Schulmillionen durchgerungen habe. Er sieht aber auch die Schulen in der Pflicht. „Bei der RDS wünschen wir uns mehr Herzblut für die Schulzukunft“, mahnte er. Von einem „nachhaltigen Paket“ sprach anschließend Timo Park (CDU).

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