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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Wiefelsteder sammelt Spenden für Dorf in Südafrika

11.07.2019

Wiefelstede Eigentlich hatte der Bauingenieur 2016 als Freiwilliger in einem Game Reserve in Südafrika gearbeitet. Das sei so etwas wie ein privatisierter Naturschutzpark. Dabei liege der Fokus auf dem Erhalt der natürlichen Flora und Fauna und deren Schutz vor Menschen. In diesem Zusammenhang seien sie einmal die Woche nach Paterson bei Port Elizabeth gefahren, um den Bewohnern die Wichtigkeit des Naturschutzes nahezubringen, erklärt der Wiefelsteder. „Wenn man in den Ort kommt, könnte man losheulen. Für uns wäre es unvorstellbar, dort zu leben“, sagt der 27-Jährige. Statt fließendem Wasser gibt es zwei Brunnen. Die Stromversorgung ist nicht stabil, dafür teilweise lebensgefährlich. Eine medizinische Versorgung nach westlichen Standards gibt es im zwei Autostunden entfernten Port Elizabeth. „Mal abgesehen davon, dass sich die sowieso kein Dorfbewohner leisten kann.“

Trotz aller Armut und Perspektivlosigkeit: „Man ist von der Herzlichkeit und Offenheit der Kinder und auch der Erwachsenen überwältigt. Die Kinder haben nichts und sind trotzdem voller Freude und Lebenslust.“ Das sei der stärkste Eindruck, den er immer wieder mit in seine Heimat Wiefelsetede nimmt.

Jetzt sieht er sich aber herausgefordert. Es steht nicht gut um die Kindertagesstätte „Sinovoyu“ (Wir sind glücklich), wenn man das Haus denn so nennen kann. Die kleinen Kinder haben Stifte, Papier und bekommen Brote zum Mittag. „Die zuständigen Behörden wollen die Einrichtung jetzt schließen. Das ist das Neueste, was ich aus Paterson gehört habe“, berichtet Steffen Ahting. Seit dem Bau der Kita 2010 habe sich der Zustand des Gebäudes so verschlechtert, dass es für die Kinder nicht mehr sicher sei, sich dort aufzuhalten. Die Grundmauern und der Lehmfußboden seien zwar noch vorhanden, jedoch sei das Wellblechdach voller Löcher und bei den Unwettern und starken südafrikanischen Regenschauern werde alles durchnässt. Am schlimmsten sehe es allerdings in der Küche aus: Die Glühbirnen hingen an losen Drähten von der Decke, und die einzigen Steckdosen würden über Verlängerungskabel durch die Fenster geführt.

„Es gibt bereits Pläne der Einheimischen für zwei feste Räume sowie eine Toilette und die sollen sie in Selbsthilfe umsetzen, um einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten“, sagt Ahting. Nur fehlt es an Geld. 25 000 Euro würde ein Neubau kosten. Ahting initiierte eine Spendenkampagne. „Zusammen mit Freunden in Südafrika und England haben wir rund 8000 Euro zusammen.“


Mehr Infos zu der Spendenkampagne unter   www.betterplace.me/sinovoyu-gebt-kindern-ein-dach-und-eine-toilette/ 
Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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