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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Oberschule Wiefelstede: Sexualkunde jenseits vom Bio-Unterricht

20.06.2018

Wiefelstede Was ist Liebe? Was mache ich, wenn mich ein Junge küsst, sich das aber nicht richtig anfühlt? Wie läuft das erste Mal ab? Viele Fragen, die die Schüler des sechsten und siebten Jahrgangs der Oberschule Wiefelstede an zwei Projekttagen zum Thema „Sexualität“ klären konnten.

„Wir passen unser Präventionsprogramm gerade die Bedürfnissen der Schüler an“, erläuterte Schulleiterin Jutta Klages die Aktion. Denn der Präventionstag fand in dieser Form erstmals in den beiden Jahrgängen statt. Seit 20 Jahren informiert die Schule an Projekttagen zum Thema Sexualität, das Informationsbedürfnis der Schüler hat sich laut Klages aber verändert. „Vor 15 Jahren spielte Prävention in Sachen Sexualität in der neunten Klasse eine Rolle. Mittlerweile informieren sich die Schüler schon eher, beziehungsweise sie werden früher über die Medien informiert“, sagt Klages. Auch bekämen die Mädchen heute schon mit zehn Jahren ihre erste Periode – ohne vielleicht genau zu wissen, was dies überhaupt bedeutet.

Und genau aus diesen Gründen muss die Präventionsarbeit an der Schule angepasst werden. Das gilt auch für die Bereiche Sucht und Cybermobbing. Auch hier plant die Oberschule Projekttage, die nun frühzeitiger in den Schulalltag integriert werden müssen.

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Die Bio-Fachleiterin Corinna Glaw hat sich um die Vorbereitung der Präventions-Veranstaltung gekümmert. „Der Sexualkunde-Unterricht in der sechsten Klasse ist verpflichtend für alle Schüler. Einige Schüler stellen aber dann schon Fragen, die über den Biologie-Unterricht hinaus gehen“, beobachtete Glaw. Und diese Unsicherheiten sollten mit dem Präventionstag aufgefangen werden.

Insgesamt vier Stationen wurden aufgebaut: Es ging um das erste Mal, um Verhütung, um Hygiene und Krankheiten und um das Thema „Mein Körper gehört mir“. Letzteren Workshop absolvierte in der dritten Stunde die Klasse 6d mit Sozialpädagogin Anke Wenke. In diesem Themenschwerpunkt ging es darum, Nähe zuzulassen oder zu verhindern, die eigenen Grenzen der Nähe herauszufinden, erläuterte Schulleiterin Klages. „Die Mädchen sind viel häufiger in sich gekehrt und müssen lernen, selbstbewusst Nein zu sagen“, ergänzte Bio-Lehrerin Glaw. Die Sozialpädagogin Wenke hat für den Unterricht einen Film rausgesucht. „In dem Video durchlebt das Mädchen mehrere Situationen, in denen sie Nein sagen muss“, erklärte Schüler Taha. „So eine Situation hatte ich bisher noch nicht, die Übungen fand ich gut“, sagte der 12-Jährige.

Auch Louisa fand die Präventionsthemen gut. „Es ging schon um Verhütung und um das erste Mal. Es war ein bisschen peinlich und einige haben zwischendurch gelacht. Ich habe aber mehr gelernt als im Unterricht“, sagt die Sechstklässlerin. Viele Schüler werden vor allem im Unterricht aufgeklärt, beobachtet Bio-Lehrerin Glaw: „Die Eltern kümmern sich schon. Durch das Internet werden aber viele Fehlinformationen verbreitet.“

Jungen glauben dann, dass der Geschlechtsverkehr Hochleistungssport sei und die Mädchen fürchten, dass sie den Jungen das bieten müssen, was im Internet oder in Filmen gezeigt wird. Auch das Thema Aids-Prävention sei weiterhin wichtig. „Schülerinnen sagen mir, dass sie kein Aids bekommen können, weil sie ja die Pille nehmen“, berichtete die Schulleiterin. Auch der Schutz vor anderen Krankheiten käme in den Medien weniger vor, deswegen sieht Glaw hier die Schule in der Pflicht.

Dass die Prävention ihren Nutzen erreicht, kann Schulleiterin Klages nach zwei Tagen mit den Klassen bejahen. Alle Schüler fänden es gut, auch mal Fragen zum Thema außerhalb des Bio-Unterrichts beantwortet zu bekommen. So steht einer Wiederholung der Präventionsveranstaltung im kommenden Schuljahr nichts im Wege.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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