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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Vandalismus: Schulhöfe stärker überwachen?

10.11.2017

Wiefelstede Pizzakartons, leere Flasche, Glasscherben, Zigarettenkippen – diese Fundstücke prägten in der Vergangenheit häufig die Schulhöfe der Grundschule und der Oberschule Wiefelstede. In einem Brandbrief, der auch der NWZ vorlag, machten die Schulleiterinnen Doris Tapken und Jutta Klages auf diese Verschmutzung, vielfach durch Jugendliche in den Abendstunden, aufmerksam. Und dies nicht ohne Folgen: Das Thema wurde am Dienstagabend im Schulausschuss diskutiert.

„Es gab bereits Gespräche, beispielsweise mit den Hausmeistern. Die Täter wurden teilweise angesprochen und die Situation hatte sich entspannt. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dieses Thema mit der Gemeindejugendpflege zu besprechen. Der Umgang mit dem Schulhof ist bedauerlich“, erläuterte Bürgermeister Jörg Pieper den Ausschussmitgliedern.

Denn auch die Schulleiterinnen hatten gefordert, dass die Gemeindejugendpflege stärker aktiv wird. Ob dies überhaupt umsetzbar ist, muss nach Auskunft von Pieper erst in Gesprächen zwischen Verwaltung und Schulen geklärt werden: „Wir müssen schauen, welche Ansätze wir da fahren können, das muss auch personell umsetzbar sein“, erläuterte Pieper im Gespräch mit der NWZ.

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Vorhandene Kameras

Jörg Wieden (SPD) brachte in der Ausschusssitzung die Überwachungskameras ins Gespräch. Und auch Bernd Kossendey (CDU) fragte nach der Überwachung durch Kameras. „Auch den Kameraeinsatz werden wir prüfen. Da müssen wir schauen, wo wir da stehen und wo wir noch aufrüsten können“, sagte Pieper. Bereits während der Ausschusssitzung erläuterte der Bürgermeister, dass es bereits eine punktuelle Überwachung gebe, die Ausleuchtung auf dem Schulhof jedoch nicht überall vorhanden sei.

Und auch Schulleiterin Klages erklärte die Situation während

der Sitzung im Rathaus. Es seien vor allem junge Erwachsene und keine Schüler, die Krach machten und die Schulhöfe verschmutzten. Die bisher laufende Videoüberwachung begrüßte sie, aber auch Klages machte auf nicht überwachte Ecken aufmerksam.

Alle Beteiligten waren sich bereits am Dienstagabend einig, dass ein Zaun für das öffentliche Gelände, das auch den Zugang zu dem Sportbereich bildet, keine Lösung für die Verschmutzung ist. „Wir haben das Problem erkannt. Es gibt aber keine Lösung, die sich offensichtlich anbietet“, machte Pieper im Gespräch mit der NWZ deutlich.

Von einem vielschichtigen Problem sprach auch Ralf Becker (UWG). Er wies jedoch auch darauf hin, dass ab 22 Uhr das Betreten verboten sei und man dann vom Hausrecht Gebrauch machen könnte. „Dazu bräuchten wir einen Security-Dienst. Ein Schild allein hilft da nicht.“ Außerdem machte er auf das strikte Alkoholverbot aufmerksam – räumte jedoch ein, dass dies auch häufig durch Sportmannschaften oder andere Vereine auf dem Gelände missachtet werde. „Es ist die Frage, ob die Arbeit der Jugendpflege da reicht und ob dann nicht eine Verdrängung zum Sportverein hin stattfindet.“

Diese Sorge teilte auch Sonja Niemeier (CDU). Erst im Sommer hatte der SVE Wiefelstede noch eine Anzeige gestellt, weil einiges zu Bruch gegangen war. Schulleiterin Klages gab zu Bedenken, dass das offene Wlan am Freiraum Wiefelstede ein Anziehungspunkt für Jugendliche sei.

Einen Schritt weiter ist die Oberschule jedoch, wenn man die Probleme innerhalb der Mauern betrachtet. Jutta Klages berichtete während des Rundgangs durch die Schule, der der Sitzung vorangegangen war, dass es Probleme mit den Sanitäranlagen gebe. Die seien beispielsweise durch verschossene Papierkugeln verdreckt, erläuterte Pieper, und Klages berichtete von zerstörten Spiegeln. „Mit einem Fenster in der Tür, durch das von außen auf die Waschbecken geschaut werden kann, haben wir bei einer Toilette bereits gute Erfahrungen gemacht“, so Klages. Dadurch sei eine Art „Überwachung“ möglich und der Vandalismus werde eingedämmt. „Der Plan ist, alle Toiletten mit diesem Glas in der Tür auszustatten“, sagte Pieper.

Schüler mit im Boot

Damit Unbefugte nicht durchs Schulgebäude marschieren, sollen die Türen statt Klinken unbewegliche Knäufe erhalten. So sind die Räume nur mit einem Schlüssel zu betreten. Außerdem soll die Schülervertretung mit ins Boot geholt werden, um auch die Schüler für die Problematik auf den Toiletten zu sensibilisieren. Dass etwas passieren muss, sah auch Kossendey. „Hier herrscht Handlungsbedarf, das haben wir bei dem Rundgang gesehen. Da muss man auch mit den Eltern ins Gespräch kommen, denn das ist ein Erziehungsauftrag.“

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Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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