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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

FAHRT: Zu Freunden in eine „andere Welt“ reisen

19.04.2006

APEN Wichtigste Maßnahme ist der Besuch einer Schülergruppe im Sommer. Auch zwischendurch gibt es Kontakte.

von kerstin schumann APEN - Karin Stubbe kennt Weißrussland schon seit 15 Jahren, aber trotzdem ist es für sie eine Reise in eine andere Welt – ohne Toiletten im Haus, ohne fließendes Wasser und in der Regel ohne befestigte Straßen, auf denen Pferdefuhrwerke unterwegs sind. Für Oliver Koppelkamm war es der erste Besuch, und damit blieben die Eindrücke noch stärker haften. Die beiden Mitarbeiter des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Apen waren im Dorf Sudniki in der Region Woloshin zu Gast, um die nächste Aktion „Urlaub vom verstrahlten Alltag“ vorzubereiten, eine größere Geldspende zu überbringen und die langjährigen Kontakte zu pflegen. Seit 15 Jahren ist der CVJM in der strahlenverseuchten Region aktiv, vor zehn Jahren hatten die Aper dann die Patenschaft für das 650-Einwohner-Dorf und seine Schule übernommen.

„Für uns sind die Begegnungen mit den Menschen sehr wichtig, mit dem Schulleiter, den Lehrern, den Schülern und ihren Familien. Wir sind überall eingeladen gewesen, Gastfreundschaft wird dort ganz groß geschrieben“, erzählt Karin Stubbe. Das hat auch Oliver Koppelkamm so empfunden. „Die Menschen haben eine ganz andere Mentalität. Jeder gibt sein letztes Hemd für den Besucher und schnell hat man das Gefühl, sich ewig zu kennen“. Angebahnt wurden viele Gespräche u.a. durch den Schulleiter, der Deutsch kann und schon seit Jahren mit einer Schülergruppe nach Apen kommt. Ziel der Maßnahme ist es, den Kindern, die nach wie vor unter den Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl leiden, Erholung zu bieten. Ihre Freizeit verbringen sie gemeinsam mit deutschen Kindern und lernen den Alltag in Deutschland kennen.

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Die jungen Gäste werden mit gebrauchter Kleidung ausgestattet und erhalten ein kleines Taschengeld. Eine Gefahr, dass die Kinder von den Produkten der Wohlstandsgesellschaft verwöhnt werden, sieht Karin Stubbe nicht. „Die Kinder staunen über einen Toaster und über andere, für uns selbstverständliche Sachen, aber wenn der Aufenthalt vorbei ist, wollen sie auch wieder nach Hause. Und dort leben alle in den selben Lebensumständen“, weiß sie aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus.

Aber auch zwischen den alljährlichen Besuchen bestehen Kontakte. Früher waren Hilfstransporte möglich, heute helfen die Aper beispielsweise tatkräftig mit Material und Arbeitskraft bei Reparaturarbeiten an der Schule.

Trotz zunehmend schwieriger politischer Rahmenbedingungen werden in diesem Sommer erneut zehn Kinder im Alter von elf Jahren in der Gemeinde Apen zu Gast sein. „Im nächsten Jahr werden es wahrscheinlich mehr sein, so dass wir dann weitere Gastfamilien suchen müssen, die Jungen oder Mädchen aufnehmen können“, kündigte Karin Stubbe schon einmal an.

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