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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Lernen: Zwischen Motoren und Elchen

09.05.2017

Enköping /Edewecht „Wenn man richtig feiern will, ist das in Schweden eine teure Angelegenheit“, sagt Sönke Gerdes. „2,50 Euro kostet eine Flasche Bier 0,33 Liter, da wird man automatisch zurückhaltend.“ Ohnehin seien die Lebenshaltungskosten in dem skandinavischen Land wesentlich höher als in Deutschland. „Wenn man im Ausland lebt, merkt man erst, wie günstig man zuhause einkaufen kann.“

Der junge Edewechter, der für drei Monate in Skandinavien arbeitet, hatte kürzlich einen besonderen Anlass zu feiern: Er wurde 20 Jahre alt. „Dieser Geburtstag war schon deshalb ein ungewöhnlicher, weil ich ihn in Schweden feierte. Obendrein haben mich an meinem Geburtstagswochenende eigens mein Vater und meine Stiefmutter besucht und meine besten Kumpels, Jan Deeken und Maik Seidel, kamen auch noch. Ich war sprachlos und habe mich riesig gefreut.“

Drei Monate in Schweden

Im Enköping, einer Stadt mit rund 45 000 Einwohnern 50 Kilometer von der Hauptstadt Stockholm entfernt, befindet sich Sönke Gerdes’ Arbeitsplatz. Drei Monate lang arbeitet der junge Landmaschinenmechatroniker bei der Firma Söderberg & Haak, einem Landmaschinenhändler. 17 Mitarbeiter sind in der Filiale in Enköping tätig, fünf Leute, darunter Sönke Gerdes, arbeiten in der Werkstatt.

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„Ich wollte nach meiner dreieinhalbjährigen Ausbildung als Landmaschinenmechatroniker vor allem mein Englisch verbessern. Deshalb wollte ich unbedingt ins Ausland, aber nicht nach England.“

Unterstützt wurde Sönke Gerdes bei seinen Auslandsplänen durch Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg (Telefon   0441/23 22 75, grundmann@hwk-oldenburg.de). Sie half dem jungen Edewechter auch dabei, dass er ins Förderprogramm der Europäischen Union „Erasmus plus“ aufgenommen wurde. 600 Euro bekommt Sönke Gerdes über dieses Programm im Monat, den Rest bezahlt er aus eigner Tasche.

„Eine Fortbildung ist nun einmal nicht umsonst und als Fortbildung sehe ich diesen Auslandsaufenthalt in Schweden an“, sagt der Edewechter, der ab Sommer die Fachoberschule Technik in Oldenburg besuchen will.

„Für mich war die Entscheidung, nach Schweden zu gehen, die richtige und ich kann allen jungen Leuten nur empfehlen, eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten“, sagt Sönke, der in zwei Wochen wieder ins Ammerland zurückkehren wird. Anfangs habe er sich manchmal nicht einsam, aber allein gefühlt.

Selbst aktiv werden

„Ich habe in Edewecht viele Freunde und Bekannte, ich spiele Fußball, ich bin in meiner Freizeit immer mit anderen zusammen. Und dann kam ich in dieses Dörfchen Lidingby und wohne in einer Bed & Breakfast -Unterkunft, wo die nächsten Nachbarn links und rechts etwa einen Kilometer entfernt leben und wo man beim Blick aus dem Fenster Elche und Rehe sieht.“ Die ersten sechs Wochen lebte Sönke dort allein, dann kamen schwedische Mitbewohner dazu, die jedoch jedes Wochenende nach Hause fahren. „Ich musste Kontakte knüpfen. Viele Schweden sind sehr nett und gern bereit, mit einem etwas zu unternehmen. Auffällig ist jedoch, dass die Initiative immer von mir ausgeht, weil die Schweden niemanden bedrängen wollen.“

Ganz anders als in Deutschland liefe die Ausbildung. „Landmaschinenmechatroniker werden in Schweden nicht in Betrieben, sondern in der Berufsschule theoretisch und praktisch ausgebildet. Die Schule verfügt über eine eigene Werkstatt. Dorthin können auch Kunden kommen, die ihre Landmaschinen reparieren lassen möchten. Bezahlt werden müssen nur die Ersatzteile und kein Arbeitslohn“, berichtet der Edewechter.

Land und Leute hat Sönke Gerdes kennen- und lieben gelernt. „Ich bin ganz begeistert von Schweden und werde sicherlich nicht das letzte Mal hier gewesen sein.“

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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