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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

So wird der Jahreswechsel ein Knaller

29.12.2018

Ammerland Möglichst bunt soll es sein und lange brennen – da sind sich wohl fast alle einig. Dass es in der Regel lauter wird, ist auch schon lange kein Geheimnis mehr. Aber egal wie das Silvesterfeuerwerk am Ende aussehen mag, in jedem Fall sollte die Sicherheit vorgehen.

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Pünktlich zum Verkauf der Knallkörper, der am Freitag begonnen hat und bis zum 31. Dezember erlaubt ist, gibt es auch diverse Sicherheitshinweise, die dafür sorgen sollen, dass aus der Silvestersause kein Desaster wird. Die NWZ hat sich bei den Städten- und Gemeinden im Ammerland umgehört, worauf zu achten ist.

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt keine gesonderten Bereiche, in denen die Knallerei von vorn herein verboten ist. Dennoch ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen durchaus Areale, in denen man keine Böller oder Raketen zünden darf.

Hohe Brandgefahr

So ist es zum Beispiel verboten, Feuerwerk im Umkreis von 200 Metern um besonders brandgefährdete Gebäude oder Anlagen zu zünden. Dazu zählen unter anderem mit Reet gedeckte Häuser, Fachwerkhäuser sowie Heulager und Heuschober.

Besonders betroffen im Ammerland ist von dieser Regelung das Freilichtmuseum am Ufer des Zwischenahner Meeres in Bad Zwischenahn. Mehrere reetgedeckte Häuser stehen hier dicht an dicht und schaffen so eine indirekte Feuerwerkverbotszone.

Auch in der unmittelbaren Nähe von Tankstellen, Kirchen, Krankenhäusern, Flüchtlingsunterkünften, Altenpflege- oder Kinderheimen darf kein Feuerwerk abgebrannt werden. Vorsicht geboten ist darüber hinaus auch in Gewerbegebieten, in denen gefährliche Stoffe lagern können, oder in der Nähe von Tierheimen.

Knallköpfe, die sich nicht an diese Regeln halten, begehen zwar nur eine Ordnungswidrigkeit – die böse Überraschung wartet dann aber im neuen Jahr. Denn die fällige Geldbuße kann bis zu 10 000 Euro teuer werden.

Dass kleine Silvesterraketen eine verheerende Wirkung entfachen können, sollte im Ammerland hinreichend bekannt sein. Zum Jahreswechsel 2016/2017 brach auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Plömacher in Metjendorf ein Großbrand aus – verursacht durch eine Rakete.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund weist auf ein weiteres Verbot hin: „Die Verwendung von Himmelslaternen ist in Niedersachsen aus Brandschutzgründen generell nicht erlaubt“, heißt es in der Pressemitteilung zum Jahreswechsel. Und auch Schreckschusswaffen dürfen nicht bedenkenlos zum Knallen eingesetzt werden, wie die Polizei mitteilt, da die allgemeine Erlaubnis zum Böllern nicht auf das Schießen mit diesen Waffen übertragbar sei. Hier gelten die üblichen Regelungen.

Tipps vom DRK

Egal, ob die Party zum Jahreswechsel in Westerstede, Apen, Rastede oder sonst wo im Ammerland läuft – die Hinweise des Deutschen Roten Kreuzes unter dem Motto „Was tun, wenn’s in’s Auge geht?“ sollten im Ernstfall berücksichtigt werden.

 Bei Verbrennungen: Schnell reagieren und nur die kleinen Verbrennungen kühlen, nicht die großflächigen, da hier Unterkühlungen drohen. Verbrennungen, die größer als die Handfläche sind, müssen von einem Arzt behandelt werden.

 Verletzungen an der Hand: Große Wunden müssen steril abgedeckt werden. Bei größerem Blutverlust sofort den Notarzt (Telefon  112) rufen. Abgerissene Finger oder Teile von diesen sollten nach Möglichkeit den Rettungskräften mitgegeben werden.

 Augenverletzungen: Es sollten immer beide Augen, das verletzte und das unverletzte, verbunden werden, damit das verletzte Auge nicht mehr bewegt wird. Bei ernsten Verletzungen sollte zudem sofort der Rettungsdienst verständigt werden.

 Alkoholvergiftung: Wenn eine Person nach übermäßigem Alkoholkonsum zusammenbricht und bewusstlos ist, sollten unbedingt Atmung und Puls kontrolliert werden. Sind auch mehrere Ansprechversuche erfolglos, sollte ein Notarzt verständigt werden und die betroffene Person in die stabile Seitenlage positioniert und möglichst warm gehalten werden.

Nicht ungefährlich: die brennende Zündschnur eines Silvester-Böllers. BILD: Marc Müller

Zehn wichtige Regeln zum Feuerwerken

1. Feuerwerkskörper sollten eine CE-Kennzeichnung, eine amtliche Zulassungsnummer und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache haben.

2. Nach dem Zünden ist vom Feuerwerk ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten.

3. Raketen sollten mit dem Führungsstab in Flaschen gestellt und gesichert werden.

4. Feuerwerkskörper niemals von Balkonen und aus Fenstern zünden oder herunterwerfen.

5. Nicht auf Menschen oder Tiere zielen.

6. „Blindgänger“ nicht erneut zünden.

7. In Notfällen (Verletzungen und Brände) sofort die Feuerwehr/den Rettungsdienst über die Rufnummer 112 verständigen.

8. Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.

9. Halten Sie die örtlichen Verbote ein und achten Sie auf notwendige Abstände zu brandempfindlichen Gebäuden wie Tankstellen, Reetdach- oder Fachwerkhäusern.

10. Wer knallt, muss seinen Restmüll selbst ordentlich entsorgen und darf ihn nicht einfach auf der Straße liegen lassen.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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