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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

4500 Punkte in Flensburg

02.01.2018

Ammerland /Flensburg Die Ampel übersehen – blitz, schon gibt es Punkte. Zu schnell auf Landstraßen oder Autobahnen? Auch da ist es nicht immer mit einem Knöllchen getan. Ab 21 km/h drüber gibt es den ersten Punkt. Und hat man auf seinem Flensburger Konto acht Stück gesammelt, ist der Führerschein erstmal weg.

Idiotentest droht

Wie lange? Das kommt darauf an. Sechs Monate sind es in jedem Fall. Und wenn es dumm läuft, kann der Landkreis als zuständige Behörde für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, wie es im Amtsdeutsch heißt, eine Nachschulung oder gar die berüchtigte MPU (im Volksmund Idiotentest) verlangen.

Aber wie oft kommt so etwas überhaupt vor? „2017 gab es zehn Fälle mit überschrittenem Punktekonto“, sagt Ingrid Meiners. Sie ist die zuständige Amtsleiterin im Kreishaus. Nach der Umstellung der Punkteregelungen 2014 ist nun bei acht Punkten im Fahreignungsregister (wie es offiziell heißt) Feierabend.

550 müssen bangen

Vorher gibt es aber schon blaue Briefe beziehungsweise gelbe Karten. „Bei vier Punkten bekommt der Fahrer eine Ermahnung“, erläutert Meiners. 285 solche Fälle gab es 2017 im Ammerland. Wer weiter Punkte sammelt und bei sechs Punkten landet, erhält die dunkelgelbe Karte, auch Verwarnung genannt. Die gab es im abgelaufenen Jahr für 265 Ammerländer. Dann sollte man sehr vorsichtig fahren und zur Sicherheit ein Punkteabbauseminar besuchen.

Bei rund 90 000 Führerscheinbesitzern sind das aber die Ausnahmen. Die meisten fahren recht manierlich – oder sie lassen sich nicht erwischen. Insgesamt gab es für alle Ammerländer 2017 rund 4500 Punkte. Im Schnitt hat also jeder 20. sich einen Punkt eingefahren. Den gibt es zum Beispiel für das Telefonieren am Steuer. Auch wer mindestens 21 km/h zu schnell ist, bekommt neben einer Geldbuße von 70 Euro außerorts und 80 Euro innerorts einen Punkt obendrauf. Bei einer roten Ampel sind sogar zwei Punkte fällig.

Und wie wird man die Punkte wieder los? Abwarten und keinen Mist bauen. Ein-Punkte-Verstöße werden nach zweieinhalb Jahren gelöscht, Zwei-Punkte-Delikte nach fünf Jahren und schwere Drei-Punkte-Verstöße nach zehn Jahren. Für 61 km/h zu viel gibt es übrigens die drei Punkte.

Neben den Punkten gibt es für Raser – schon mal zur Eingewöhnung – aber gleich, nachdem sie geblitzt wurden, ein Fahrverbot. Wiederholungstätern droht das bereits ab 26 km/h drüber. Da ist ein Monat lang Fahren mit Bussen, Bahnen und Fahrrad angesagt. Unbescholtene Raser sind erst ab einer Überschreitung von 31 km/h (innerorts) dran. Und: Ersttäter können unter gewissen Umständen bei doppelter Geldbuße ohne Fahrverbot davonkommen. „Bei Wiederholungstätern gibt es aber kein Pardon“, sagt Meiners.

Oft junge Raser

Meist sei die Raser-Klientel etwas jünger und männlich. Doch Alter schützt vor Torheit nicht. So erinnert sich die Amtsleiterin an den Fall eines Jung-Rentners. Der hatte als Ruheständler noch einen Kurierjob übernommen. Zuvor war er Jahrzehnte unauffällig durch das Ammerland gefahren, hatte ein blitzsauberes Punktekonto. Doch bei einer seiner ersten Kurier-Touren quer durch Deutschland rasselte er von einer in die nächste Radar-Kontrolle. Wieder zurück war dann das Punkte-Konto voll...


     https://www.kba.de/de/zentraleregister/faer/auskunft/faer_auskunft_node.html 
Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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