• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Sollen Katzen im Haus bleiben?

18.07.2018

Ammerland Er wurde von einem Katzenhasser getötet: Der neunjährige Kater Diego, den seine Besitzer nach wochenlanger Suche am Aper Hafenbecken gefunden haben. Der Fall hat auch auf Facebook Wellen geschlagen. Eine Frage stellt sich nach einem solchen Vorfall wieder für viele Katzenhalter: Soll das geliebte Tier Freigänger sein oder aus Sicherheitsgründen im Haus gehalten werden?

„Ein Patentrezept gibt es nicht“, sagt Renate Merkel, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Ammerland. Sie selbst habe einen Kater, der tagsüber schlafe und abends nach draußen dürfe. Andere Katzenhalter hielten indes nichts davon, dass Tier abends herauszulassen, sondern gewährten ihnen tagsüber Freigang.

Aus Sicherheitsgründen sei es anzuraten, Katzen im Haus zu lassen, so Renate Merkel, die betont, dass sie ihre persönliche Meinung kundtut, die nicht die anderer Tierschutzvereinsmitglieder sein müsse. Wenn Katzen von klein auf im Haus gehalten würden und nicht nach draußen wollten, wäre es sicherlich am einfachsten. Katzen, die es gewohnt seien, Freigang zu haben, könne man diesen kaum verwehren, da solche Tiere durchdrehten, wenn man sie einsperre, ihre Menschen kratzten, Mobiliar beschädigten oder aus Protest ihr Geschäft im Haus verrichteten. Katzen einzusperren, sei keine artgerechte Haltung.

„Wir vermitteln Katzen am liebsten in gesicherten Freigang“, sagt Dr. Heike Sommer vom Tierschutzverein „De Kattenhoff“ in Edewecht. Wenn man Katzen nach draußen lasse, sei das natürlich mit dem Risiko verbunden, dass sie überfahren werden könnten, dass versehentlich in Gebäude eingesperrt würden oder dass sie abgegriffen würden von Menschen, die ihnen nicht wohl gesonnen seien. Der Tierschutzverein Edewecht verfüge über große, professionelle Gehege, doch auch privat könnten Katzenhalter auf ihren Grundstücken gut ans Haus integrierbare Gehege schaffen. So könnten Katzen nach draußen, seien sicher, zögen sich kaum Flöhe oder Zecken zu und die Katzenbesitzer seien auch entspannter.

„Genau wie wir Menschen sind nicht alle Katzen gleich“, sagt Dr. Gunnar Habben, Tierarzt in Augustfehn. Es gäbe Freigänger, die leben nahe einer befahrenen Straße und würden 18/19 Jahre alt werden. Die artgerechtere Haltung sei es seiner Ansicht nach schon, Katzen nach draußen zu lassen, auch wenn es dort Risiken gäbe. Freigänger könnten nicht nur überfahren werden, sondern in landwirtschaftliche Maschinen geraten oder auch von Fuchs, Eulen oder Mäusebussarden geschlagen werden. Ob drinnen oder draußen müsse jeder Katzenhalter selbst entscheiden. Er selbst habe mehrere Katzen, von denen zwei nicht nach draußen kämen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.