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Tierschutzverein Zieht Bilanz: Katzenschwemme im Ammerland hält an

27.12.2019

Ammerland Keinen leichten Job hatten in diesem Jahr die Mitglieder des Tierschutzvereins Ammerland. Die Helfer gingen bis an die Belastungsgrenze, um ihrer ehrenamtlichen Aufgabe gerecht zu werden. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: 87 Fundtiere, davon 79 Katzen, sechs Kaninchen und zwei Vögel wurden in Pflegestellen aufgenommen und, sofern keine Besitzer gefunden werden konnten, in ein neues Zuhause vermittelt. „Leider konnte nur bei zwei Katzen die Besitzer ermittelt werden“, teilten Vorsitzende Claudia Pager und Renate Merkel, zweite Vorsitzende im Verein, mit.

Katzenwaisen

Unter den Fundkatzen waren auch wieder einige trächtige Katzen, die ihre Babys in den Pflegestellen zur Welt brachten. Darüber hinaus gab es viele Katzenkinder ohne Mutter, die auf den Pflegestellen im Landkreis Ammerland liebevoll großgezogen werden mussten. Darunter waren auch wenige Tage alte Katzenbabys, erläuterten Prager und Merkel. „Leider haben es wieder nicht alle Katzenkinder geschafft und auch bei den erwachsenen Katzen waren einige so krank, dass ihnen nicht mehr geholfen werden konnte und sie erlöst werden mussten.“ Sowohl die Behandlung der kranken Tiere als auch die Entscheidung, sie gehen zu lassen, sei jedes Mal eine Belastung für die Pflegemütter gewesen.

Zuschüsse

Und mit all diesen Aufgaben war das Soll 2019 noch nicht erfüllt. So wurden darüber hinaus 26 Katzen aus Notsituationen aufgenommen, weil ihre Besitzer sie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr behalten konnten. Gleichzeitig konnte 39 Tierhaltern ein Zuschuss zu hohen Tierarztkosten gewährt werden, damit die Vierbeiner behandelt werden konnten. 41 Katzenbesitzer mit geringem Einkommen erhielten darüber hinaus einen Zuschuss zur Kastration ihrer Katze, um der Kastrationspflicht nachkommen zu können.

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Schlussendlich gelang es den Tierschützern dann auch noch, 122 verwilderte scheue Katzen mit Lebendfallen einzufangen und kastrieren zu lassen.

Helfer gesucht

Mit dem anstehenden Start ins neue Jahr bleibt ein großes Problem bestehen: Dem Verein fehlen Helfer. Der Bedarf an Pflegestellen ist nach wie vor sehr hoch. Aber auch für das Einfangen von Streunerkatzen, die Fahrten zum Tierarzt oder zum Tierheim Oldenburg werden weitere Mitstreiter gesucht. „Die fehlenden Pflegestellen haben zur Folge, dass wir ganz viele Fundkatzen nicht aufnehmen können“, teilten Merkel und Pager mit. „In diesen Fällen werden die Tiere im Tierheim Oldenburg aufgenommen. Das haben die Ammerland Kommunen vertraglich geregelt. Aufgrund der großen Anzahl von Fundkatzen in diesem Jahr, vor allem Katzenkinder ab der zweiten Jahreshälfte, musste der überwiegende Anteil ins Tierheim Oldenburg gebracht werden“, so Merkel. Der Vorstand und alle anderen Tierschützer, die im Verein mitarbeiten, hoffen, dass sich weitere Mitstreiter finden, die sich ehrenamtlich einbringen – zum Wohl der Tiere. Auch Spenden sind willkommen. Der Tierschutzverein ist zu erreichen unter Telefon  0 15 73/6 77 26 34 sowie per Mail an buero@tierschutzverein-ammerland.de .


Mehr Infos unter   www.tierschutzverein-ammerland.de 
Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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