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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Jeder Punkt steht für einen Unfall

12.03.2019

Ammerland Fünf rote Punkte auf oder an der Ammerlandallee in Westerstede, sechs auf der Hauptstraße in Apen und sogar elf auf der Oldenburger Straße innerhalb von Bad Zwischenahn: Jede Markierung kennzeichnet einen Unfall mit Personenschaden im Jahr 2017. Der Unfallatlas des Statistischen Bundesamtes visualisiert Zusammenstöße im Straßenverkehr, straßenscharf aufgeschlüsselt.

„Dafür greift das Bundesamt auf Daten der Länder zurück, die wiederum von den einzelnen Polizeibehörden mit Angaben versorgt werden“, erklärt Gerhard Kraski, Hauptsachbearbeiter im Bereich Verkehrsunfallstatistik. Das Bundesamt bereitet die Daten auf und stellt sie im Internet zur Verfügung. Die Ansicht lässt sich aufschlüsseln nach Unfällen mit Auto-, Fahrrad- oder Fußgängerbeteiligung, nach Blechschäden und Verletzten.

Polizei sucht Muster

Seit vergangenem September gibt es das Angebot und „es wird gut angenommen“, wie Kraski sagt – von Privatpersonen, Geschäftsleuten und Automobilclubs. „Die Spanne an Interessierten ist sehr breit“, weiß Kraski.

Die interaktive Karte gibt es hier.

Aber auch die Polizei selbst greift darauf zurück: „Wir können noch weitere Parameter anlegen“, sagt Stephan Klatte, Pressesprecher der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, „und zum Beispiel nach bestimmten Mustern suchen.“

So kann die Polizei nach einzelnen Straßen oder Uhrzeiten sortieren und nach Unfallschwerpunkten oder -zeiten analysieren. Denn die Auswertung bleibt in Polizeihand: „Was früher ganz klassisch mit Karte und Stecknadeln gemacht wurde, machen wir jetzt natürlich digital.“ Dafür muss die Polizei nicht jeden Unfall händisch übermitteln: „Das geht automatisch“, weiß Klatte. Die erfassten Daten werden aus dem System übertragen.

Während sich in Oldenburg eigens dafür eingesetzte Beamte um die Verkehrsunfälle der Stadt kümmern, übernehmen diese Aufgabe im Ammerland die Beamten aus dem Einsatz- und Streifendienst sowie die Mitarbeiter des Kriminalermittlungsdienstes. Und die haben einiges zu tun. In Jahr 2017 gab es laut Verkehrsunfallstatistik im Ammerland insgesamt 569 Verkehrsunfälle mit Personenschaden (2016 waren es 554 solcher Unfälle und im Jahr 2015 mit 538 noch einige weniger).

Bald Zahlen für 2018

„Die Zahlen für das vergangene Jahr 2018 werden am Donnerstag, 28. März, bekanntgegeben. Dann werden die Daten zu den Unfällen mit Personenschaden auch an das Statistische Bundesamt weitergegeben, welches sie aufbereitet und über den Unfallatlas, der derzeit nur die Angaben für 2016 und 2017 enthält, weitergegeben.

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2102
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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