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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Keine Rettung für 250 Jahre alte Eiche

13.10.2017

Bad Zwischenahn Am Donnerstagmorgen war auf dem Gelände der Kurbetriebsgesellschaft lautes Knacken und das Surren einer Kettensäge zu hören. Eine rund 250 Jahre alte Eiche, auf dem Gelände der neuen Onkologie wurde durch den Sturm Xavier in der Mitte gespalten und musste, so urteilten die Experten, gefällt werden. Vor dem Bauzaun versammelten sich auch einige Schaulustige, die die Fällung beobachteten.

Wie die NWZ am Mittwoch berichtete, kamen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ammerland, die Gemeinde Bad Zwischenahn und das zuständige Landesforstamt einstimmig zu dem Ergebnis, dass der beschädigte Baum eine Gefahr darstelle. Nicht nur Bad Zwischenahner, die sich die Fällung am Donnerstag anschauten, waren entsetzt. Auch auf Facebook fragten Leser, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, den Baum zu erhalten.

„Nein“, sagte Hein Conze, Naturschutzbeauftragter des Landkreises, auf Anfrage der NWZ. „Die Eiche ist von der Krone an, fast bis ganz unten hin gespalten, so ein Baum kann nicht gerettet werden“, erklärte er. Es sei ein außergewöhnlicher Baum gewesen, ein echtes Naturmonument und einer der ältesten Bäume im Ammerland. „Das ist sehr bedauerlich, ich würde die Eiche auch weit älter als 250 Jahre einschätzen“, sagte der Naturschutzbeauftragte. Da tonnenschwere Kräfte auf beide Seiten der gespaltenen Eiche einwirken, der Baum im Kern getrennt worden sei und auch Wasser in den Spalt laufe, würde er nie wieder zusammenwachsen. „Selbst ein dicker Eisenring um den Baumstamm würde nicht helfen“, erklärte Hein Conze.