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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Sicherheit gibt’s nicht umsonst

19.08.2017

Bad Zwischenahn Müsste der Experte für Einbruchsprävention der Polizei im Ammerland nicht auch ein perfekter Einbrecher sein? Er kenne doch sicher alle Tricks, fragte Lars Reckermann, Chefredakteur der NWZ, am Freitagnachmittag Michael Schröder von der Polizei in Westerstede. Die Tricks kenne er, ihm fehle aber die nötige Geschwindigkeit, um als Einbrecher wirklich erfolgreich zu sein, ging Schröder auf die scherzhafte Frage des Moderators der NWZ-Podiumsdiskussion zur Zwischenahner Woche ein.

Prävention und Opferhilfe

Michael Schröder ist bei der Polizei in Westerstede für Einbruchsprävention zuständig. Er hält regelmäßig Vorträge, bietet aber auch individuelle Beratung an. Er ist erreichbar unter Telefon  04488/833 124 oder per E-Mail an michael.schroeder@polizei.niedersachsen.de

Der Weisse Ring ist bundesweit erreichbar unter der kostenlosen Telefonnummer 116 006, die Aussenstelle Ammerland unter Telefon  04491/939143 oder per E-Mail an hanslammers20@gmail.com

Damit waren allerdings die lustigen Momente auch schon vorbei, das Thema der Diskussion – Wohnungseinbrüche und wie man sich vor ihnen schützen kann – ist auch zu ernst. Erst am Donnerstag waren drei Männer aus Oldenburg verhaftet worden, die bei Einbruchstouren in der Region schwere Schäden verursacht haben sollen, indem sie in den betroffenen Wohnungen die Wasserhähne öffneten.

Ähnliche Fälle hätten sich auch im Ammerland ereignet, erinnerte Schröder – zum materiellen Schaden komme das Unsicherheitsgefühl, mit dem Betroffene unter Umständen lange leben müssen.

Zum Glück seien solche Fälle die Ausnahme und das Ammerland ohnehin sehr sicher, erinnerte Heinz Schevel, Leiter des Polizeikommissariats in Bad Zwischenahn. Nur 221 Einbrüche und Versuche gab es im zweitsichersten Landkreis Niedersachsens im vergangenen Jahr.

Trotzdem stiegen die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren – erst das laufende Jahr gibt Anlass zur Hoffnung auf einen Rückgang.

Sicherheit gibt es nicht umsonst – dieses Fazit können die rund 100 Zuhörer vom Nachmittag vor der Wandelhalle mitnehmen. Sie kostet Geld und Engagement. Schröders Einschätzung: Die Ammerländer seien tendenziell nicht bereit, genug Geld für die Sicherung ihrer Wohnungen auszugeben. Dabei gebe es technische Lösungen. Sichere Fenster, Beleuchtung und Alarmanlagen müssten aber hochwertig sein, um Täter abzuhalten. Entsprechendes Anschauungsmaterial hatte er direkt mitgebracht.

Sicherheit braucht aber auch die Mithilfe der Bürger: „Oft hören wir von Geschädigten, dass sie vor dem Einbruch etwas beobachtet hatten, dem sie aber nicht genug Bedeutung zugemessen haben“, sagte Heinz Schevel. Sein Rat: Lieber einmal zu oft die Polizei informieren, als einmal zu wenig. Die Polizei nehme jeden Hinweis ernst und komme im Ernstfall auch so schnell wie möglich.

Aber nicht nur die Polizei hilft Opfern von Einbrüchen – auch der Weisse Ring, den Horst Lammers bei der Diskussion vertrat. Mit finanzieller Soforthilfe, Beratungsschecks für Anwälte oder psychologische Beratung. Allerdings müssen die Betroffenen selbst auf die Hilfsorganisation zukommen – meist weist die Polizei die Opfer nach einem Einbruch auf diese Möglichkeit hin. Selbst könne der Weisse Ring übrigens auch Hilfe brauchen, so Lammers, in Form von Spenden und Ehrenamtlichen, die sich zum Berater ausbilden lassen. Auch die Zuhörer vor der Wandelhalle hatten einige Fragen – von denen einige direkt, andere im persönlichen Gespräch mit den Experten nach der Diskussion beantwortet wurden.

Einen Video-Mitschnitt der gesamten Diskussion gibt es auf der Facebook-Seite der Ammerländer Nachrichten und in der Online-Fassung dieses Artikels auf


  ..   www.nwzonline.de 
Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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