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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Retter auf Welle der Sympathie

26.02.2018

Bad zwischenahn Die DLRG Bad Zwischenahn hält an ihrem Schwimmevent „Quer durchs Meer“ am Samstag, 11. August fest. Das ist ein Ergebnis der Jahreshauptversammlung der Zwischenahner Lebensretter am Freitagabend im Haus Brandstätter. Die Berichterstattung über multiresistente Keime, die im Zwischenahner Meer gefunden wurden, macht dem Organisationsteam um Ralf Zimmermann allerdings Sorgen. Die Rettungsschwimmer, aber auch die Badegäste, die den Natursee sehr schätzen und lieben, seien doch ein wenig verunsichert über die Feststellung dieser Bakterien im Wasser des drittgrößten Binnensees Niedersachsens. Die Lebensretter warten deshalb ab, wie das Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland mit den Befunden umgehen wird.

Der Vorsitzende Klaus Klar begrüßte zur Versammlung mehr als 50 Mitglieder und Gäste, darunter auch den stellvertretenden Bürgermeister Henning Dierks und mehrere Vertreter von Ratsfraktionen. Wie sehr die Lebensretter in Bad Zwischenahn auf einer Welle der Sympathie schwimmen können, machte Dierks deutlich. Die DLRG sei ständig sichtbar und ihre Arbeit werde in der Gemeinde sehr geschätzt.

Das gilt auch über die Grenzen hinaus: DLRG-Bezirksleiter Klaus Wendeling überbrachte die Grüße des DLRG-Bezirkes Oldenburg-Nord. Außerdem hatte er eine Menge Ehrungsurkunden in seinem Gepäck, eine davon für den Ehrenvorsitzenden Ewald Freese, dessen Stimme in Niedersachsen und bundesweit Gewicht hat. Zusammen mit Heide Müller und Rainer Ströcker, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, wurde er für 60-jährige Mitgliedschaft in der DLRG geehrt.

Zahlreiche Auszeichnungen gab es aber nicht nur für langjährige Mitgliedschaft. Die rund 40 ehrenamtlichen Rettungsschwimmer der DLRG haben im vergangenen Jahr am Meer und am Woldsee mehr als 5400 Wachstunden geleistet. Die zehn fleißigsten zeichnete Tim Jensch, Leiter Einsatz bei der DLRG Bad Zwischenahn, aus. Es handelt sich um Tomke Arntjen (365,5 Stunden), Stefan Boltjes (361,2), Stefan Wirwal (314,5), Tim Jannik Drieling (299,5), Tim Jensch (267,5), Svea Ratjen (263,2), Moritz Pollehn (232,5), Larissa Schomaker (229), Arne Gerken-Carls (218,8) und Britta Gerken (208,8).

Die eher durchwachsene Saison bescherte den Rettern zwar insgesamt weniger Einsätze, genug zu tun gab es aber dennoch, wie Tim Jensch in seinem Bericht aufführte.

Zu acht Einsätzen wurden die Retter von der Großleitstelle in Oldenburg über ihre Funkempfänger gerufen. 40 Regatten wurden begleitet, 35 Segelboote mussten geborgen, 19 nach Mast-, Ruder oder Schotbruch abgeschleppt werden. In elf Fällen leisteten die Retter Erste Hilfe. Auffällig, so Jensch, sei die Zahl der Personensuchen gewesen, vier Mal mussten die Retter dazu aufbrechen. In den meisten Jahren gebe es höchstens einen solchen Fall.

Die Zahl der gekenterten Boote liegt in Wirklichkeit noch wesentlich höher als es in der Statistik erfasst werden kann. Viele dieser Segler konnten sich dann doch zum Glück selber helfen.

Die DLRG ist aber nicht nur im Bereich der Rettung aktiv, auch sportlich passiert eine Menge. Die Vorsitzende des Kreissportbundes Ammerland, Monika Wiemken, erwähnte in ihrem Grußwort, dass die vier DLRG-Ortsgruppen des Ammerlandes mit der Disziplin Rettungsschwimmen mit 1449 Mitgliedern an 8. Stelle der Sportartenrangliste stehen würden. Die DLRG Bad Zwischenahn sei mit ihren 517 Mitgliedern die stärkste DLRG-Ortsgruppe im Ammerland. Jugendvorsitzender Tim Drieling berichtete ausführlich von sportlichen Erfolgen und auch Stefan Wirwal, Leiter Ausbildung, hatte Positives zu vermelden.

Zahlreiche Prüfungen wurden abgenommen und die DLRG gewinnt immer mehr Ausbilder, die sie oftmals auf diese Tätigkeit vorbereiten kann. Weiter ausgebaut werden soll auch die Gruppe der Einsatztaucher.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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