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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Feuerwehr probt für Ernstfall an der KGS

28.03.2014

Rastede Auf den Meldern stehen nur zwei Worte: „Verdächtiger Rauch“. Mehr wissen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rastede nicht, als sie am Donnerstagabend gegen 19.45 Uhr mit Blaulicht und Sirenen zur Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Ras­tede ausrücken. Dass es sich um eine umfangreiche Einsatzübung handelt, stellen sie erst später fest.

Ortsbrandmeister Christian Ammermann und dessen Stellvertreter Horst Steenken haben das Übungsszenario ausgearbeitet. Das Ziel: In großen und unübersichtlichen Gebäuden unter Atemschutz nach Personen suchen.

„Die KGS besteht aus mehreren Gebäudeteilen mit mehr als 100 Räumen“, sagt Ammermann. Für die Übung eigne sich der Komplex deshalb perfekt, so der Ortsbrandmeister. Zudem habe die Feuerwehr in der Schule schon seit längerem nicht mehr geübt.

Die Alarmierung „Verdächtiger Rauch“ war gewählt worden, damit die Einsatzkräfte nicht schon vorher Verdacht schöpfen, dass es sich um eine Übung handelt. „Diese Alarmierung haben wir öfter“, sagt Ammermann.

Angenommen wurde für die Einsatzübung, dass aufgrund von Handwerkerarbeiten in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im ersten Stock nahe der Neuen Aula ein Feuer ausgebrochen ist, das sich rasch auf den Flur und in die Decke zum Erdgeschoss ausbreitet. Einige Personen können aus der ehemaligen Hausmeisterwohnung aufs Dach fliehen, weitere Personen sind aufgrund von Rauch und Feuer auf der Galerie der Neuen Aula sowie in einem Büro eingeschlossen. Sie müssen von den Feuerwehrleuten gerettet werden.

Mit Hilfe von Leitern müssen die Einsatzkräfte die Personen vom Dach holen. Zum Einsatz kommt dabei auch eine Schleiftrage. In die Rolle der zu rettenden Personen schlüpften mehrere Schülerinnen und Schüler aus dem Kursus „Darstellendes Spiel“ von Alexander von Essen und Katharina Mellor, der gerade erfolgreich die Kabarettabende in der Neuen Aula gestaltet hatte (NWZ  berichtete).

Rund 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren am Ende vor Ort. Nach ihrem Eintreffen alarmierten die Kameraden aus Rastede nach kurzer Zeit zur Verstärkung auch die Einheiten Loy-Barghorn und Ipwege-Wahnbek. Beide Ortswehren rückten mit zahlreichen Atemschutzgeräteträgern an, die in den zum Teil vernebelten Fluren und Räumen der Schule nach weiteren „Opfern“ suchten. Unterstützt wurde die Feuerwehr von Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes Rastede.

Nicht nur die Menschenrettung unter Atemschutz stand bei der Einsatzübung am Donnerstagabend im Mittelpunkt. Auch das Zusammenspiel der drei Ortswehren und der Aufbau einer Wasserversorgung über eine weitere Strecke wurden geübt. So mussten die Kameraden der Einheit Loy-Barghorn Wasser von einem Hydranten an der Schlossstraße holen.

Kreisbrandmeister Johann Westendorf und Gemeindebrandmeister Erwin zum Buttel waren ebenfalls vor Ort und verfolgten die Einsatzübung aufmerksam. Gemeinsam mit Ortsbrandmeister Ammermann und dessen Stellvertreter Steenken wird die Übung noch ausgewertet.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-ammerland 
Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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