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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Feuerwehrhelm statt NWZ-Schreibtisch

04.02.2017

Metjendorf Langsam und knirschend beißt sich die hydraulische Schere durch das Metall. Meine Arme beginnen schon nach wenigen Minuten zu schmerzen, vorsichtig lege ich das 20 Kilo schwere Gerät auf meinem Oberschenkel ab.

Wie läuft das eigentlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr ab? Wie ist das Gefühl, sich in Vollmontur und mit schwerem Atemschutzgerät zu bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich am Donnerstagabend einen Rollentausch bei der Freiwilligen Feuerwehr Metjendorf gemacht. Mal Stift gegen Wasserschlauch und Kamera gegen schweres Gerät getauscht.

Will ich im aktiven Dienst dabei sein, müsste ich zuerst einige Lehrgänge machen, erklärt mir Ortsbrandmeister Gerriet Schulz. Es sind die gleichen Lehrgänge wie bei der Berufsfeuerwehr – nur, dass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr alles neben ihrem normalen Job erledigen. Da brauche man schon einen Arbeitgeber, der das mitmacht, bestätigt Schulz.

Natürlich darf ich sogleich Jacke und dicke Hose überstreifen. Dazu gibt es das 17 Kilo schwere Atemschutzgerät auf den Rücken. Meine Kameraden auf Zeit Matthias Schmietenknop, Danny Ulbrich, Michael Koe­nen und Lukas Sander helfen mir dabei. „Vollmontur muss sein“, sagt Koenen und lacht.

Das Ganze zieht mächtig an meinen Schultern. „Stell dir vor, du hast noch eine Maske auf, das schränkt dein Sichtfeld ganz schön ein“, fügt Danny Ulbrich hinzu, während sie mir das Gerät wieder abnimmt.

Dann geht es ans Eingemachte: Ich soll eine Eisenstange mit der hydraulischen Schere zerschneiden. Bis man eine Autotür geöffnet hat, könne das schon mal fünf bis zehn Minuten dauern, erklärt mir Matthias Schmietenknop. Und ich schwächel schon nach einer. Zwischendurch erklingt ein kurzer Piepton, doch keiner zuckt zusammen – außer ich natürlich. „Kein Alarm“, beruhigt mich Koenen. Neben Brandeinsätzen gehören auch Hilfeleistungen zu den Aufgaben der Wehr. Das kann ein Fall sein wie Tür aufbrechen, weil dahinter jemand bewusstlos liegt, aber auch „Tür auf, weil wir wissen, dass jemand gestorben ist“, sagt Danny Ulbrich. Doch man achtet aufeinander, erzählt Michael Koenen. „Wir sprechen notfalls auch mal über das Erlebte.“

Fünf der 40 aktiven Mitgliedern sind Frauen. Das sei schon viel, meint Gerriet Schulz. Sie würden ihre Sache gut machen, und „müssen genauso ihren Mann stehen wie alle anderen auch.“

Tonia Hysky Redakteurin / Politikredaktion
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