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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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Ausfahrt „Wechloy“ ist heute gesperrt

NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Wo sind die Rasteder Katzen?

25.10.2016

Loy /Barghorn Gerade vier Wochen ist es her, als im Dorf eine vermisste Katze wieder auftauchte. Fünf Tage war sie verschwunden. Als sie zurückkehrte, trug sie eine Drahtschlinge um den Hals. Es ist der jüngste Fall in einer ganzen Reihe von verschwundenen Katzen in Loy und Barghorn. Und längst nicht alle tauchten nach ein paar Tagen wieder bei ihren Besitzern auf.

Deshalb ist Johanna Kujaw in großer Sorge. „Seit sieben Tagen ist meine Katze verschwunden“, erzählt die Frau aus Barghorn am Montag. Sie hat Plakate im Dorf aufgehängt. „Seit Dienstag, 18. Oktober, vermissen wir schmerzlich unseren kleinen Kater Paul“, heißt es auf dem Zettel. Paul sei nicht sehr groß, aber drahtig. Zudem habe er ein unverwechselbares Kennzeichen: einen dunklen Punkt an der Unterlippe.

Noch immer Hoffnung

„Ich hoffe, dass er gesund zurückkommt“, sagt Johanna Kujaw mit bebender Stimme. Dass ihr geliebter Kater nicht mehr da ist, geht ihr sehr nah. „Abends gegen zehn oder halb elf habe ich ihn das letzte Mal gesehen. Da war er hier zum Fressen im Haus“, erzählt sie. Morgens sei er dann nicht mehr da gewesen, sagt Johanna Kujaw mit Tränen in den Augen.

„Unser Kater ist kastriert. Mehr als eineinhalb Kilometer hat er sich nie vom Haus entfernt. Warum sollte er das jetzt auf einmal machen?“

Freiheitsstrafe oder Geldstrafe

Wer Tiere tötet oder verletzt, begeht eine Straftat. In Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes heißt es: Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe bestraft.

Dass in Loy und Barghorn Katzen verschwinden, sei kein Einzelfall. „Seit zwei bis drei Jahren geht das so“, weiß Johanna Kujaw aus Gesprächen mit Nachbarn und anderen Betroffenen. Nicht alle wollen heute noch darüber reden, der Verlust ihres Stubentigers trifft die Menschen schwer.

Eineinhalb bis zwei Jahre soll es etwa her sein, dass eine verschwundene Katze wieder auftauchte – mit Brandflecken am Körper. Sie soll danach ein zweites Mal verschwunden sein, kam mit einem abgehackten Bein zurück. Die Besitzer hätten sie dann eingeschläfert, um das Tier von seinem Leid zu erlösen.

Johanna Kujaw vermutet, dass jemand den Katzen absichtlich Schmerzen zufügt. „Ich habe noch nie einen Fuchs mit einer Zigarette gesehen“, sagt sie bezüglich der Katze mit den Brandwunden. Allein seit diesem Frühjahr seien acht oder neun Katzen verschwunden.

Die Frau aus Barghorn sagt, sie habe die Behörden informiert und mit der Jägerschaft gesprochen. Die Jäger hätten gerade am Wochenende eine Treibjagd veranstaltet und dabei auch das Gebiet rund um Johanna Kujaws Haus am Buttelmannsweg abgesucht. Eine Katze fanden sie jedoch nicht.

Fall der Polizei bekannt

Der Fall mit der Katze, die eine Drahtschlinge um den Hals trug, ist auch bei der Polizei angezeigt worden, bestätigte Lüder Behrens, Leiter der Polizeistation in Rastede, auf Anfrage der NWZ . Ob es sich um eine Schlinge für eine Falle handelt oder sich die Katze in einem Drahtgeflecht verheddert hat, wisse man jedoch nicht. Hinweise auf eine Straftat liegen derzeit nicht vor, so Behrens.

Sollte es ähnliche Fälle geben, bittet die Polizei um Hinweise unter Tel. 0 44 02/9 24 40.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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