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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Wer ist der Feuerteufel von Hankhausen?

11.07.2018

Hankhausen Drei Brände innerhalb von sechs Tagen: Ein oder mehrere bislang unbekannte Täter haben wiederholt Feuer auf dem Gelände des Evangelischen Bildungshauses an der Mühlenstraße in Hankhausen gelegt. Die Polizei geht von einem Zusammenhang der Taten und von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen haben die Brandexperten der Polizei in Westerstede übernommen.

Der jüngste Brand ereignete sich am Montag. Gegen 18.40 Uhr rückten die Feuerwehren zur Mühlenstraße aus, erneut lautete die Alarmierung „Schuppenbrand“. Eine Nachbarin hatte das Feuer gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um das Gerätelager handelte, das bereits am vorigen Samstag in Brand geraten war.

„Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, stand der Schuppen in Vollbrand“, berichtet Einsatzleiter Christian Ammermann, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Rastede. Wegen einer möglichen Ausweitung der Flammen auf den umstehenden Wald wurde zusätzlich die Einheit Loy-Barghorn alarmiert. Rund 50 Einsatzkräfte waren schließlich vor Ort auf dem Gelände des Evangelischen Bildungshauses. „Wir konnten das Feuer auf den Schuppen begrenzen“, schildert Ammermann.

Das Gerätelager war bereits am vorigen Samstag in Brand geraten. Gegen 16.15 Uhr stellten Spaziergänger Brandgeruch fest und sahen eine Rauchsäule aufsteigen. Nach Angaben der Polizei waren in dem Gerätelager ein Kompressor und ein Schweißgerät angezündet worden. Es handelt sich um das Gerätelager, das bereits durch den Brand eines Holzschuppens am Mittwoch in Mitleidenschaft gezogen worden und dadurch nicht mehr abschließbar war.

Die Polizei hatte nach dem ersten Brand am Mittwoch vergangener Woche zwei Spiritusflaschen sichergestellt, deren Inhalt offenbar als Brandbeschleuniger eingesetzt worden war. Die Ermittler hoffen nun, auf den Flaschen Fingerabdrücke zu finden. Auch auf Hinweise von Geschäftsleuten, denen möglicherweise Personen aufgefallen sind, die solche Spiritusflaschen gekauft haben, hofft die Polizei. Zeugen können sich unter Telefon  0 44 88/83 30 melden. 

Als Zeugen gesucht werden auch Jugendliche, die sich in dem Bereich aufgehalten haben sollen. Auch eine Gruppe Radfahrer, die dort unterwegs war, sucht die Polizei als mögliche Zeugen.

Brandermittler Ralf Zimmermann von der Polizei Westerstede machte sich am Dienstag vor Ort ein Bild. Der Brandort ist weiträumig abgesperrt, in der Luft lag noch immer Brandgeruch. Mit Blick auf die drei kurz hintereinander gelegten Feuer sagte Zimmermann: „Es ist diese Chronologie, die uns Sorgen bereitet.“ Er sprach von „krimineller Energie“, wenn jemand drei Mal in Folge an denselben Ort kommt.

Der entstandene Schaden kann noch nicht genau beziffert werden. Er wird von dem Brandexperten aber vorsichtig auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt.

Der Teil des Gerätelagers, der am Montagabend brannte, wurde vom Bildungshaus als Werkstatt genutzt. Dort lagerten unter anderem Geräte, die von den Hausmeistern genutzt werden. Bildungshaus-Leiterin Martina Rambusch-Nowak sagte: „Wir haben großes Glück gehabt, dass nicht noch mehr passiert ist, aber es herrscht jetzt auch große Beunruhigung.“

Einen Zusammenhang zu dem Brand in einem leerstehenden Wohnhaus an der Wilhelmshavener Straße in Bekhausen sehen die Ermittler aufgrund der räumlichen Entfernung indes nicht. Es war am Montagnachmittag abgebrannt. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich aber auch in diesem Fall um Brandstiftung.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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