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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Flammen zerfressen Hütte in Wiefelstede

12.07.2016

Bokel Der Gestank von Rauch liegt in der Luft, Dachziegel und Schutt sind auf dem Boden verstreut, verkohltes Holz ragt in den Himmel – von der Schutzhütte an der Mansholter Straße in Bokel ist nicht mehr viel übrig. In der Nacht zu Montag ist ein Feuer ausgebrochen, der Brand hat sich durch das Hüttendach gefressen, Bänke vernichtet, den Innenraum der Hütte in Schutt und Asche gelegt.

Um 3.30 Uhr kommt ein Autofahrer die Mansholter Straße entlang, auf dem Weg zur Arbeit. Als er sich der Schutzhütte nähert, der große Schreck: Flammen schlagen aus dem Dach des kleinen Holzgebäudes, die Hütte brennt lichterloh. Wenig später rückt die alarmierte freiwillige Feuerwehr Wiefelstede an und löscht den Brand, der glücklicherweise nicht auf die dichtstehenden Bäume übergreifen konnte.

Am Montagmorgen stehen Polizist Ralf Zimmermann und Tourismusbeauftragter Frank Bullerdiek vor der Ruine, die bis vergangene Nacht noch ein beliebter Anlaufpunkt für Fahrradfahrer und Wanderer in den Mansholter Büschen war. Frust und Ärger stehen ihnen ins Gesicht geschrieben. „Wir ermitteln wegen Brandstiftung – fahrlässig oder vorsätzlich, das wird sich zeigen“, sagt Zimmermann vom Polizeikommissariat Westerstede, das für die Ermittlungen in Brandfällen zuständig ist.

Was zum Feuer in der Schutzhütte geführt hat, ist unklar. Ein silberner Grill liegt in den Trümmern. Ob eventuell noch brennende Kohlen den Brand verursacht haben, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder einfach durch Unachtsamkeit entstanden ist, das sind Fragen, die die Polizei zu klären versucht.

Eins steht fest: Ein Schaden von rund 10 000 Euro. Die Hütte ist so stark zerstört, dass sie wahrscheinlich abgerissen werden muss, vermutet Frank Bullerdiek, der als Tourismusbeauftragter des Landkreises auch für die Schutzhütten im Ammerland zuständig ist. „Wir haben häufig mit Vandalismus zu tun, aber das ist eine neue Qualität der Zerstörung“, sagt Bullerdiek, als er gemeinsam mit Zimmermann die Brandruine in Augenschein nimmt. Wegen Einsturzgefahr bleibt die Hütte gesperrt, rund um das Gebäude flattert rotes Absperrband. Die Schutzhütte, die seit 2001 an ihrem Platz steht, sei versichert, so Bullerdiek, bis Ersatz beschafft werden kann, würde es allerdings dauern. „Bis die Fahrradsaison zu Ende ist wird das nichts“, ist der Tourismusbeauftragte überzeugt.

Die Polizei hofft nun auf Zeugenhinweise. Besonders dringend aufgefordert sich zu melden sind die Personen, die die Schutzhütte am Sonntag in den Nachmittags- und Abendstunden genutzt haben. Mit ihrer Hilfe soll rekonstruiert werden, wie es zu dem Brand kommen konnte. Wer am Sonntag in der Hütte war oder etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Telefon  0 44 88/83 30 zu melden.

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Greta Block Volontärin / NWZ-Redaktion
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