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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Kleine Hündin im Vehnemoor entsorgt

23.11.2017

Husbäke Robin Reimers ist geschockt. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man seinen Hund so im Moor entsorgen kann. Einen kleinen, toten Yorkshire-Terrier kann man doch durchaus im Garten bestatten“, sagt der Husbäker, der selbst zwei Windhunde hat. „Hoffentlich war das Tier überhaupt tot, als es in die Kiste gesteckt wurde. Die Hündin hatte die Krallen eingezogen; das zeigt, dass sie sicherlich Schmerzen vor ihrem Tod gehabt hat.“

Im Vehnemoor, wo viele Hundehalter gern mit ihren Tieren spazieren gehen, widmete sich Robin Reimers einem ungewöhnlichen Fund. „Eine Freundin von mir, die selbst mit ihren Tieren im Moor unterwegs war, hatte mich angerufen und mir von einer Kiste erzählt, die recht auffällig unter einem Gebüsch im Moor stand. Ihr Hund hatte sie entdeckt. Meine Freundin ahnte wohl schon, dass etwas nicht in Ordnung sei. Sie wollte jedenfalls die Kiste nicht öffnen.“ Am Tag zuvor, als sie mit ihren Hunden unterwegs war, habe die Kiste dort noch nicht gestanden.

Wenig später war Robin Reimers im Moor. „Die dunkel gemusterte Kiste war mit einem rotweißen Band verschnürt. In der Kiste befand sich zunächst Alufolie und ich hoffte noch, dass vielleicht jemand Essen deponiert hatte für Arbeiter im Moor. Doch unter der Folie befand sich ein rosafarbenes Handtuch, in dem die kleine, tote Yorkshire-Terrier-Hündin lag. Das Tier hatte ein zerzaustes Fell und man sah sofort, dass es sich in einem schlechten Allgemeinzustand befunden hat.“

Die Polizei wurde eingeschaltet. „Die Hündin zeigte alle Anzeichen, dass sie an Altersschwäche gestorben ist. Das hat eine Veterinärin des Landkreises Ammerland festgestellt, die sich das tote Tier angesehen hat“, sagte Heinz Baumann, Umweltsachbearbeiter beim Polizeikommissariat Westerstede. Auffälligkeiten habe die Tierärztin nicht feststellen können. Deshalb sei der tote Hund nicht seziert worden. Ein Fall von Tierquälerei sei das nach Erkenntnissen der Veterinärin nicht, so Baumann. Möglicherweise hätte der Hundebesitzer, der auch von außerhalb kommen könne, keine Möglichkeiten gehabt, das Tier im Garten zu vergraben.

Weil der Hund so in einer Plastikkiste eingepackt worden wäre, sei zu vermuten, dass der Besitzer das Tier gezielt im Moor habe bestatten wollen. Das jedoch sei eine Ordnungswidrigkeit. Die Yorkshire-Hündin habe eine Chipnummer getragen, die man allerdings nicht zuordnen könne.