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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Jüdischen Friedhof geschändet

27.09.2008

WESTERSTEDE Mit Abscheu und Empörung haben am Freitag in Westerstede viele Bürger auf die Schändung des Jüdischen Friedhofs reagiert. Möglicherweise waren es drei junge Männer, die Grabsteine mit rechtsextremistischen Parolen beschmierten. Auch die Robert-Dannemann-Schule, die Sporthalle sowie eine an der Stadtbücherei angebrachte jüdische Gedenktafel der Stadt Westerstede aus dem Jahre 1988 waren das Ziel der Täter.

Bei den Tatverdächtigen, von denen zwei nach Polizeiangaben Geständnisse abgelegt haben sollen, handelt es sich um einen 20-jährigen Arbeitslosen aus der Gemeinde Apen, einen 18-jährigen Arbeitslosen aus Hamburg und einen 16-jährigen Handelsschüler, der ebenfalls aus Hamburg kommt. Er bestreitet eine Tatbeteiligung.

Überrascht wurde das Trio am Freitagmittag von der Polizei. Die drei Beschuldigten, die die ganze Nacht in der Stadt unterwegs gewesen sein müssen, schliefen noch. In der Wohnung fanden die Beamten eine Spraydose. Der darin enthaltene Farbtyp stimmt mit den Farbspuren vom Friedhof überein.

Johann Kühme, Chef der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, reagierte in einer ersten Stellungnahme erleichtert. „Ich bin sehr froh, dass wir nach diesen verabscheuungswürdigen Taten so schnell drei Verdächtige ermitteln konnten. Die Zusammenarbeit von Staatsschutz und den Kollegen vom Polizeikommissariat Westerstede war perfekt“, lobte der Polizeichef.

Spezialfirmen waren noch am Freitagnachmittag damit beschäftigt, die Spuren an den öffentlichen Gebäuden zu beseitigen. Die drei Männer kamen nach ihrer Vernehmung frei.

Heiner Otto
Korrespondent
Redaktion Bremerhaven
Tel:
0471 95154216

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