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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Komasaufen für Jugendliche besonders gefährlich

07.12.2018
Dr. Jörg Zimmermann ist leitender Arzt in der Notaufnahme der Ammerland-Klinik. Der NWZ hat er die wichtigsten Fragen zum Thema Komasaufen unter dem Gesundheitsaspekt beantwortet.
Frage: Warum ist das Komasaufen gefährlich?
Zimmermann: Beim übermäßigen Trinken von Alkohol verändert sich die Wahrnehmung. Das Sichtfeld verengt sich, Reaktionen laufen langsamer ab, und der Gleichgewichtssinn arbeitet nicht mehr richtig. Außerdem ist die Hemmschwelle für gewalttätiges Verhalten gesenkt. Diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig. Die Gefahr für Unfälle steigt. Darüber hinaus sterben beim Trinken viele Hirnzellen ab.
Frage: Was macht das Komasaufen besonders für Jugendliche gefährlich?
Zimmermann: Jugendlichen fehlt die Erfahrung mit Alkohol. Sie können nicht so gut einschätzen, wann sie genug oder schon zu viel getrunken haben.
Frage: Was passiert beim Komasaufen im Körper?
Zimmermann: Alkohol ist ein Gift, das den Körper in einen rauschhaften Zustand versetzt. Wer viel trinkt, leidet unter den beschriebenen Wahrnehmungsstörungen. Irgendwann verliert man das Bewusstsein und kann in einen komatösen Zustand fallen.
Frage: Wie behandeln Sie eingelieferte Fälle?
Zimmermann: Im Normalfall reicht es, die Patienten in der stabilen Seitenlage ihren Rausch ausschlafen zu lassen und sie zu beobachten, weil die Gefahr besteht, dass sich ein Patient übergibt und an seinem Erbrochenem erstickt.
Frage: Wie schätzen Sie die Situation rund um das Thema Komasaufen im Ammerland ein?
Zimmermann: Die Situation hat sich deutlich entspannt. Vor zehn oder 15 Jahren hatten wir viel mehr Fälle als heute. Mittlerweile sind das eher Einzelfälle. Wirklich lebensbedrohliche Fälle habe ich hier noch nicht erlebt.
Frage: Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?
Zimmermann: Die Jugendlichen sind heute gesundheitsbewusster als früher. Das sieht man auch daran, dass deutlich weniger Jugendliche rauchen als noch vor einigen Jahren. Das liegt auch an einer guten Präventionsarbeit, zum Beispiel in den Schulen.
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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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