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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Kein Geld für Schlagloch-Opfer

09.01.2018

Linswege Den 11. Dezember 2017 wird Andreas Hinrichs nicht so schnell vergessen. Als er morgens (noch in der Dunkelheit) auf dem Weg zur Arbeit war, gab es plötzlich einen schweren Schlag. Mit Tempo 40 krachte der Westersteder in ein Schlagloch. Ein Reifen platt, die Felge Totalschaden. Und durch den Unfall erlitt Hinrichs noch ein Schleudertrauma, war für eine Woche krankgeschrieben.

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Kein Einzelfall. Mindestens vier zerstörte Reifen und Felgen sind aktenkundig. Nicht nur die NWZ hatte mehrfach über die Schlaglochpiste berichtet, auch die Straßenmeisterei ist dort im Dauereinsatz. Und die zuständige Behörde in Oldenburg kennt den Zustand der Landesstraße genau. Eigentlich hatte sie bereits 2017 saniert werden sollen, doch dann wurden wegen der Hochwasserschäden in Südniedersachsen Mittel vom Land umgeleitet. In Linswege vergammelte die Straße weiter, die Behörde ließ nur Schilder „Straßenschäden“ aufstellen und reduzierte die Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen auf 30 im Ort.

1500 schwere Lastwagen jeden Tag

Gebracht hat das nichts. Bei 1500 schweren Lastwagen, die im Schnitt täglich die L 820 befahren, bilden sich Schlaglöcher schneller als die Straßenmeisterei mit ihrer Flickschusterei hinterher kommt. Dazu sind die Straßenränder übersät mit Rollsplit. Nicht nur der Ortsbürgerverein hat mehrfach vor dieser weiteren Gefahr gewarnt.

Wenn eine Straße so heruntergekommen ist, dann muss doch die zuständige Behörde für Schäden an den Fahrzeugen aufkommen, meint Andreas Hinrichs. Doch die Landesbehörde in Oldenburg sieht das anders. Sein Antrag auf Erstattung der 1300 Euro Schaden an seinem älteren Volvo wurde nun abgelehnt.

Schadensersatz soll unbegründet sein

Die Schadenersatzansprüche seien „unbegründet“, schrieb ihm die Behörde. Eine Regulierung käme nur in Betracht, „wenn dieser Schaden auf eine haftungsbegründende schuldhafte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht seitens der Mitarbeiter der niedersächsischen Straßenbauverwaltung zurückzuführen wäre“, hieß es im schönsten Amtsdeutsch. Da der Zustand an der L 820 bekannt sei, werde er „im Rahmen der personellen Möglichkeiten“ regelmäßig kontrolliert. Zuletzt sei dies drei Tage vor Hinrichs’ Unfall gewesen, argumentiert die Behörde. Wegen der Witterung und der starken Verkehrsbelastung könnten aber immer wieder plötzlich Schäden auftreten. Deshalb warne man ja auch mit entsprechenden Schildern.

Antwort nicht zufriedenstellend

Und weil der zuständige Sachbearbeiter schon vermutet, dass sich der Geschädigte mit dieser Antwort nicht zufrieden gibt, hat man gleich noch die Postadresse und Abteilung angegeben, die Hinrichs ja verklagen könne.

Das will er auch tun. Ein Termin bei einem Rechtsanwalt ist bereits vereinbart. Zudem sucht er noch Leidensgenossen und weitere Zeugen zu Schlaglochvorfällen in Linswege. Zu erreichen ist er unter Telefon   01 70/3 55 64 05.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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