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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Brandschäden noch immer nicht geklärt

29.12.2017

Metjendorf Die Brandschäden sind immer noch deutlich sichtbar. Ein Jahr nach dem großen Silvesterbrand auf dem Gelände des Entsorgungsbetriebs Plömacher in Metjendorf stehen das geschädigte Bürogebäude und die angrenzende, ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogene Halle, in der früher Metalle und Ersatzteile gelagert worden waren, immer noch unverändert da. In der einstigen Betriebsküche läuft das Wasser durch die Decke, in der Lagerhalle wurde zwar aufgeräumt, die Decke ist jedoch abgestützt, die Wände sind vom Brandrauch geschwärzt. Die Frage, ob all das abgerissen werden muss oder aber saniert werden soll, ist bislang nach Angaben der Firmenleitung noch immer offen.

„Versicherungsfragen sind immer noch nicht geklärt“, berichten am Donnerstag Anja und Peter Plömacher. Beide sind mit den Ergebnissen des Gutachters für die Gebäude nicht zufrieden. Und ein weiterer Gutachter, der den Wert des Inventars ermitteln soll, hat seine Arbeit noch gar nicht aufgenommen, berichtet das Ehepaar.

Da das Bürogebäude nicht nutzbar ist, arbeiten drei Mitarbeiter seit einem Jahr im Privathaus der Plömachers. „Wenn wir aus dem Schlafzimmer kommen, begegnen wir unseren Kollegen“, erklärt Anja Plömacher die Situation. Zimmer des Hauses sind nun Büroräume, ausgestattet mit Schreibtisch und Computer: Privatleben reduziert sich da auf ein Minimum. „Aber es geht derzeit eben nicht anders“, sagt Anja Plömacher.

Um 0.27 Uhr war am frühen Neujahrsmorgen vor einem Jahr der Brand gemeldet worden. Hinter der oben genannten Halle war Kunststoff in Brand geraten, die Polizei ging davon aus, dass eine Silvesterrakete das Feuer verursacht hatte – und sprach von „fahrlässiger Brandstiftung“. Damit schloss sie sowohl einen technischen Defekt als auch vorsätzliche Brandstiftung aus. Als Schadenshöhe wurde damals ein Betrag in sechsstelliger Höhe geschätzt. „Die genaue Summe kann bislang immer noch nicht beziffert werden“, macht Anja Plömacher deutlich, dass es wohl noch dauern wird, bis Klarheit über das weitere Vorgehen herrscht.

Der Brand, der Aufbau des weiteren Standorts des Entsorgers in Hude, das Verlagern der firmeneigenen Werkstatt ebenfalls nach Hude: All das kam mit dem Brand zusammen, macht Anja Plömacher deutlich, dass ein hartes Jahr hinter Firmenleitung und den mittlerweile 40 Mitarbeitern liegt. Aber: Niemand habe entlassen werden müssen, freut sich Anja Plömacher.

Die Firmenunterlagen – Anja Plömacher spricht von hunderten Ordnern – liegen immer noch in den Räumen eines angrenzenden Brandsanierers. „Die müssen wir jetzt wieder herüberholen“, sagt die Chefin: „Ich muss Etliches nachsehen.“

Auch heute noch lagern Kunststoffe und Metalle, Holz und Papier und andere brennbare Stoffe auf dem Gelände des Unternehmens im Freien. „Das geht auch gar nicht anders“, sagt Anja Plömacher: „So große Hallen, die alles aufnehmen, könnten wir gar nicht bauen.“

Jede Menge Papier, das derzeit auch dort wieder lagert, wo der Brand vor einem Jahr ausgebrochen war, soll noch vor Silvester allerdings nach Hude gebracht werden“, berichten die Plömachers. Und in der kommenden Silvesternacht werden sie nach den Ereignissen des Vorjahres ein ganz besonderes Auge auf das Firmengelände haben.

Gut die Hälfte des Unternehmens ist bereits nach Hude ausgelagert, sagen die Plömachers. Dennoch: Am Standort Metjendorf wollen sie festhalten. Peter Plömacher: „Wir sind seit 37 Jahren hier: Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, kündigt er an.

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