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Ehrenamt: Nach Brand der Wehr beigetreten

10.07.2017

Jeddeloh Ii Rolf Windhorst beugt sich zum Motor des Bootes, das vor dem Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II steht. „Jetzt werde ich mich wieder intensiver mit der praktischen Arbeit befassen“, erklärt er. Als Ortsbrandmeister (OBM) hatte er bei Einsätzen stärker auf die Einteilung und den Ablauf zu achten. Lange wird er diese Funktion allerdings nicht mehr innehaben.

Am 14. Juli wird der gelernte Landwirt, der in Harbern II einen Hof besitzt, offiziell von diesem Posten zurücktreten. „18 Jahre sind dann auch genug. Ich muss jetzt wieder mehr an meinen Beruf denken. Als Ortsbrandmeister stehe ich 24 Stunden an jedem Tag im Jahr zum Einsatz bereit“, begründet der 54-Jährige diese Entscheidung. Seit 1984 ist er in der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II, seit 1999 als Ortsbrandmeister. Als Mitglied wird er natürlich weiterhin an Einsätzen wie auch seine Frau Sonja teilnehmen.

Grund für den Eintritt in die Feuerwehr war ein Brand auf seinem Hof, der fast die finanzielle Existenz gekostet hat. „Vom damaligen Ortsbrandmeister Herbert Oeltjenbruns bin ich dann gefragt worden, ob ich bei der Wehr mit aktiv werden möchte. Ich habe sofort zugestimmt.“ Im Laufe der Jahre war er Atemschutzwart, Schriftwart, Gruppenführer und einiges mehr. „Mein Vorgänger Heinz Bruns hatte damit begonnen, die Feuerwehrkameraden stärker in die Verantwortung zu nehmen. Das habe ich weiterentwickelt, so dass die Lasten auf mehrere Schultern verteilt werden konnten.“

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Während seiner Zeit als Leiter der Jeddeloher Feuerwehr wurden Anfang des neuen Jahrtausends die ersten Frauen als Kameradinnen aufgenommen und 2006 das neue Feuerwehrgerätehaus in Betrieb genommen. Diese Einrichtung stellt gleichzeitig eine Verbindung zur Bauerschaft her, wird ein Raum doch für die Kinder- und Jugendarbeit im Ort genutzt. Überhaupt lobt Windhorst den guten Kontakt zur Öffentlichkeit. „Die Feuerwehr ist bei der Politik, der Verwaltung und bei der Bevölkerung sehr gut angesehen. Selbst wenn wir nachts mit dem Martinshorn unterwegs sind, gibt es keine Beschwerden. Bei Nachfragen wird der Grund erklärt. Die Kontakte sind sehr gut.“

Obwohl Rolf Windhorst in Harbern, das zur Gemeinde Wardenburg gehört, geboren wurde und dort auch lebt und arbeitet, konnte er die Leitung einer Edewechter Feuerwehr übernehmen. „Das liegt an der Nähe zum Standort der Feuerwehr“, erklärt Bürgermeisterin Petra Lausch diese Besonderheit. „Seine unkomplizierte und ruhige Art hat ihm hohe Anerkennung bei der Feuerwehr eingebracht“, beschreibt sie einige persönliche Eigenschaften des OBM.

Und dann hatte sie noch eine Überraschung für den scheidenden Ortsbrandmeister. Als erster in der Gemeinde Edewecht wird Rolf Windhorst zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. Diese Entscheidung wurde von der Jeddeloher Wehr einstimmig beschlossen.

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