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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Polizei warnt vor falscher Kripo

17.10.2019

Osterscheps /Westerscheps Jung habe er geklungen und mit unterdrückter Nummer angerufen, berichtet Angela Brüntjen aus Osterscheps. Gerade als sie bei ihren Eltern zum Kaffee vorbeigekommen war, telefonierte ihr 84-jähriger Vater mit einem vermeintlichen Kriminalpolizisten.

„Mein Vater erzählte mir nach dem Telefonat, dass es in der Eichenstraße einen Einbruch gegeben hatte und dabei der Täter – ein Rumäne – geschnappt worden war“, so Brüntjen. Im Rucksack sollen die Polizisten einen Lageplan über das Grundstück des Hauses der Senioren gehabt haben. Der Kriminalpolizist würde davon ausgehen, dass das Haus ihrer Eltern das nächste Ziel der Täter wäre.

Glücklicherweise reagierte der 84-Jährige genau richtig. „Mein Vater blockte die Fragen, bei denen es um das Vermögen meiner Eltern ging, direkt ab und legte auf“, sagte die Osterschepserin.

Dem 84-Jährigen sei das Gespräch von Anfang an seltsam vorgekommen, da der angebliche Polizist sich weder mit seinem Namen oder der Dienststelle vorgestellt hatte noch eine Telefonnummer auf dem Display angezeigt wurde. „Wir haben direkt bei der Polizei in Edewecht angerufen. Dort sagte man uns, dass es wieder vermehrt zu solchen Betrüger-Anrufen gekommen ist“, sagte Brüntjen.

Dies bestätigte auch der Leiter des Kriminalkommissariats Bad Zwischenahn Ralf de Graaff. „Das Thema ist immer aktuell, mal mehr mal weniger. Momentan gibt es wieder vermehrte Anrufe.“ Das sei aber nichts Neues für den Polizisten, da es unzählige Maschen gäbe, darunter eben die mit den falschen Kriminalpolizisten. Die Zielgruppe seien vor allem Senioren.

Die Täter würden bei ihrer Auswahl auf ältere Vornamen und kurze, vierstellige Telefonnummer im Telefonbuch achten. „Das sind in der Regel die alten Anschlüsse, jüngere haben längere Rufnummern“, erklärt der Leiter des Kriminalkommissariats. Bei dem Telefonat erzählen die falschen Beamten dann, dass beispielsweise eine Verbrecherbande in der Gegend unterwegs ist und die Kriminalpolizei nun das Eigentum der Bürger schützen will. „Die Senioren sollen ihr Hab und Gut vor die Tür legen, so dass ein falscher Beamter es abholen kann“, beschreibt de Graaff das Vorgehen.

So über das Ohr hauen lassen sich aber nur wenige Bürger in der Region, weiß der Polizist aus Erfahrung. „Überwiegend legen die meisten auf“, erkennt er einen positiven Trend.

Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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