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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Silvesterrakete laut Polizei Ursache für Feuer

03.01.2017

Metjendorf „35 Jahre sind wir jetzt an diesem Standort, aber so etwas ist nie passiert.“ Peter Plömacher fühlt sich am Tag zwei nach dem Großbrand auf dem Firmengelände seiner Entsorgungsfirma im Zentrum Metjendorfs zurückversetzt ins Mittelalter: Auf dem gesamten Gelände gibt es auch an diesem Montag noch keinen Strom – weder für die Kaffeemaschine noch für Arbeitsmaschinen wie die Altpapierpresse: Der Hauptstromkreis ist verbrannt. „Wir arbeiten daran“, sagt der Chef. Eineinhalb Tage könnte es noch dauern, bis der Saft wieder fließt. Ansonsten muss der Betrieb weiterlaufen, sagt Peter Plömacher.

Wie jedes Jahr hatte Peter Plömacher am Silvesterabend zu Hause gesessen – und sich nach der Knallerei auf den Weg zum Betrieb gemacht. Er hat’s nicht weit. „Brandwache“ heißt das – zu Silvester immer nachsehen, ob alles in Ordnung ist. In diesem Jahr war es nicht in Ordnung.

Hinter einer Lagerhalle, die direkt ans Verwaltungsgebäude des Unternehmens anschließt, waren gepresste Kunststoffflaschen in Brand geraten, weiß Kriminalhauptkommissar Michael Rösner aus Westerstede, der auch am Montagvormittag noch einmal vor Ort war auf der Suche nach der Brandursache. Er bleibt dabei: „Wir schließen einen technischen Defekt aus, auch für vorsätzliche Brandstiftung gibt es keinerlei Hinweise.“

Rösner geht von fahrlässiger Brandstiftung aus – durch eine Silvesterrakete. Auch deshalb wurde der Bereich, in dem das Feuer entstanden war, am Montag wieder freigegeben: Er war zuvor für die Ermittlungen beschlagnahmt worden. Rösner geht nach wie vor von einem Schaden in sechsstelliger Höhe aus, erklärte er.

Peter Plömacher wartet nun darauf, dass ein Gutachter der Versicherung seine Arbeit gemacht hat. Dann wird sich zeigen, ob die Lagerhalle und auch das Verwaltungsgebäude noch genutzt werden können oder neu gebaut werden müssen. In der Halle sind Metalle gelagert – und Ersatzteile.

Das Feuer hat auch die Halle mit starker Hitze stark in Mitleidenschaft gezogen: Das ist an einer grauen Mülltonne genau zu erkennen: Sie ist im oberen Bereich regelrecht zerflossen. Unklar ist für Peter Plömacher derzeit, ob die Statik noch in Ordnung ist. Sollte der Gutachter zu dem Schluss kommen, dass neu gebaut werden muss, dann wird neu gebaut. „Wir lassen uns jedenfalls nicht unterkriegen“, sagt Peter Plömacher. Der Betrieb macht weiter – mit allen derzeit 35 Mitarbeitern, sagt der Chef. Nun allerdings muss erst einmal der Strom wieder her.

Über die Feuerwehren, die in der Silvesternacht in seinem Unternehmen Schlimmeres verhindert haben, hat Peter Plömacher nur lobende Worte übrig: „Die Feuerwehr hat in dieser Nacht alles gegeben.“

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