• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Schwere Stürme, schwimmendes Pferd und neues Auto

12.02.2018

Rastede Es war der wohl schwerste Einsatz des Jahres 2017, zu dem die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rastede am Pfingstsonntag ausrücken mussten. In den frühen Abendstunden wurde die Einheit zu einem Wohnungsbrand an der Von-Humboldt-Straße in Rastede gerufen, bei dem eine Person vermisst wurde. Wie Ortsbrandmeister Christian Ammermann auf der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus berichtete, kam für die Frau damals jede Hilfe zu spät. Um die Einsatzkräfte zu betreuen, wurde umgehend ein Seelsorger zur Einsatzstelle gerufen. „In den Tagen nach dem Einsatz haben sich immer wieder Kameraden im Feuerwehrhaus getroffen, um das Erlebte zu verarbeiten“, sagte Ammermann.

Beförderungen und Ehrungen

Gemeindebrandmeister Ingo Riediger beförderte Patrick Wieland zum Feuerwehrmann, Maik Schneider zum Oberfeuerwehrmann, Kai Kevin Bohemann zum Oberfeuerwehrmann, Tom Enge zum Oberfeuerwehrmann, Matthias Schöning-Röben zum Oberfeuerwehrmann, Pascal Hoting zum Hauptfeuerwehrmann, Torben Wefer zum Hauptfeuerwehrmann, Dennis Houwen zum Hauptfeuerwehrmann, Tim Renken zum Hauptfeuerwehrmann, Hannes Hilljegerdes zum Löschmeister und Christian Ammermann zum Hauptbrandmeister.

Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr beförderte Stefan Wichmann zum Löschmeister und Ingo Riediger zum 1. Hauptbrandmeister.

Die Ehrennadel des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes in Silber erhielten vom Kreisbrandmeister Reinhold Kaschig und Lothar Lachmann. Beide werden auch in die Altersabteilung überstellt.

Dieser tragische Einsatz am Pfingstsonntag war einer von 60 Brandeinsätzen, zu denen die Einheit Rastede im vergangenen Jahr ausrückte. Hinzu kamen 70 Hilfeleistungseinsätze. In Erinnerung bleiben wird den Kameraden dabei wohl auch der 13. September. Erst wurden sie zur Unterstützung der Einheit Südbäke nach Delfshausen alarmiert, wo ein Pferd in die Jade gestürzt war und nur noch mit dem Kopf aus dem Wasser schaute. Gleich im Anschluss forderte das Sturmtief Sebastian die Einsatzkräfte bis in den Abend hinein.

Nur drei Wochen später folgte der zweite schwere Herbststurm Xavier. „Bis in den späten Abend hinein haben wir Bäume und Äste von den Straßen geräumt“, schilderte Ammermann. Am schlimmsten hatte es eine Familien in Leuchtenburg getroffen, wo eine Eiche auf das Dach der Garage und des Wohnhauses gestürzt war.

Allein bei diesen 130 Einsätzen waren die 63 Kameraden der Einsatzabteilung insgesamt 4013 Stunden ehrenamtlich für die Bevölkerung in der Gemeinde Rastede unterwegs. Der Feuerwehralltag besteht aber längst nicht nur aus Einsätzen. Hinzu kommen auch zahlreiche Aus- und Fortbildungen auf Lehrgängen, für die im vergangenen Jahr 1036 Stunden aufgebracht wurden, wie Ammermann berichtete. Für Dienste, Versammlungen und Veranstaltungen sowie sonstige Arbeiten kamen weitere 6642 Stunden hinzu.

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres 2017 war schließlich im Dezember die Einweihung des neuen Gerätewagen Logistik 2. Dieser ersetzt nun den alten Rüstwagen der Einheit, der zurzeit von der Gemeinde im Internet versteigert wird. Die Auktion endet am Mittwoch. Aktuelles Gebot sind 9700 Euro für den Wagen aus dem Jahr 1984.

Derweil beschäftigt die Kameraden weiter die Parkplatzsituation am Feuerwehrhaus. Ammermann berichtete, dass darauf bei der Feuerwehrgeräteschau im Oktober noch einmal hingewiesen worden war. Wenn das Bauhofgelände überplant wird, sollte auch an die Wünsche der Feuerwehr gedacht werden, hatte die Einheit den Vertretern von Rat und Verwaltung mit auf den Weg gegeben.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.