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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Ermittlungen gegen Oldenburger Polizisten abgeschlossen

02.03.2018

Rastede /Oldenburg Noch immer sind die Hintergründe zum Todesfall eines 23-jährigen Iraners am 19. November auf der Oldenburger Straße zwischen Wahnbek und Rastede nicht vollends aufgeklärt – polizeilich ausermittelt aber schon. Der junge Mann aus Oldenburg wurde am frühen Sonntagmorgen mitten auf der Straße vom Fahrzeug einer 29-jährigen Ammerländerin erfasst und erlag später seinen Verletzungen.

Was das Geschehen aber so heikel macht und auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg auf den Plan gerufen hat, sind die durchaus brisanten Umstände. Laut Obduktionsbericht hatte er 1,1 Promille im Blut und Cannabis konsumiert. Was das Geschehen so heikel erscheinen ließ: Mehrere Zusammenkünfte mit der Oldenburger Polizei waren dem Vorfall vorausgegangen – zwei Beamte hatten ihn trotz möglicher gesundheitlicher Einschränkungen zwei Kilometer von seinem Wohnort entfernt abgesetzt.

Zur Aufklärung des Unglücks und etwaiger Verantwortlichkeiten ist der körperliche und geistige Gesundheitszustand des Opfers zum Zeitpunkt der Aussetzung von entscheidender Bedeutung.

Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts „der Aussetzung und der fahrlässigen Tötung“ gegen die beiden 22 und 24 Jahre alten Polizisten eingeleitet.

Sie waren kurzzeitig vom Dienst freigestellt (um so neutrale Ermittlungen sicherzustellen), sind mittlerweile aber in einer anderen Dienststelle fernab der Polizeiinspektion untergebracht.

Die polizeilichen Ermittlungen indes durch einen externen Prüfer (Kriminalrat Josef Schade, Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta) sind abgeschlossen.

Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Zeugen – Privatpersonen wie Einsatzkräfte – vernommen. Die Polizeidirektion wolle das Verfahren so transparent wie eben möglich gestalten, man sei an einer „vollumfänglichen Aufklärung der Geschehnisse“ interessiert, heißt es. Die jüngst zusammengestellten Akten seien nun „an die Verteidiger der Polizeibeamten zur Einsichtnahme und mit der Gelegenheit zur Stellungnahme versandt“ worden, so Staatsanwalt Torben Tölle.

Nach den ersten Berichten der NWZ über das tragische Unglück hatten sich mehrere Zeugen gemeldet und ausgesagt, dass der 23-jährige Iraner „total auffällig“ gewesen sei.

In besagter Nacht hatte es zudem vor dem Unfall Notrufe ob eines „auf der Fahrbahn torkelnden Mannes“ gegeben. Ein Widerspruch zu den anfänglichen Aussagen der Polizei – sie hatte seinerzeit mitgeteilt, dass der Mann „augenscheinlich nicht alkoholisiert“ gewesen sei.

Offenbar hatte es aber auch eine zweite theoretische Möglichkeit gegeben, dieses Unglück noch zu verhindern: Nach dem ersten Notruf sei eine Polizeistreife rausgefahren und hätte den Iraner auf der Straße angetroffen, hieß es. Bei der folgenden Überprüfung sei dieser dann jedoch „überraschend ordnungsgemäß auf dem Gehweg fortgerannt“.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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