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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Verurteilter Arzt aus Rastede soll ohne Zulassung praktiziert haben

14.06.2018

Rastede /Oldenburg Hat ein Arzt aus Rastede nach dem Verlust seiner Zulassung weiter praktiziert und sich damit unter anderem der verbotenen Ausübung der Heilkunde schuldig gemacht?

Mit dieser Frage haben sich in den vergangenen sechs Monaten die Oldenburger Staatsanwaltschaft und das Polizeikommissariat Westerstede beschäftigt. Nun stehen die Ermittlungen vor dem Abschluss. Das bestätigte die zuständige Anklagebehörde am Mittwoch.

Rechtskräftig verurteilt

Für den 58-jährigen Mediziner steht einiges auf dem Spiel. 2014 war er wegen sexuellen Missbrauchs einer Patientin rechtskräftig zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Den Feststellungen zufolge hatte er für die Tat seine Stellung als Arzt ausgenutzt. Dabei hatte sich die Frau – wie viele andere Frauen auch – in die osteopathische Behandlung (Therapie mit bloßen Händen) des Mediziners begeben, um nach sexueller Gewalt in Kindheit und Ehe Linderung zu erfahren.

Aufgrund des Urteils war dem Arzt die Zulassung entzogen worden. Der Bescheid des Niedersächsischen Zweckverbandes zur Approbationserteilung war am 8. September vorigen Jahres rechtskräftig geworden. Bis November 2017 soll der 58-Jährige aber weiter praktiziert haben.

Sollte sich das erweisen, hätte sich der Mediziner wohl nicht nur der verbotenen Ausübung der Heilkunde schuldig gemacht. Hätte er in der verbotenen Zeit Abrechnungen mit den Krankenkassen getätigt, kämen noch Betrugstaten hinzu. Und hätte er Patientinnen Spritzen gesetzt, müsste er sich wohl auch wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Vieles gibt es jetzt noch zu klären. Ob Anklage erhoben wird, steht noch nicht fest. Dazu bedarf es unter anderem eines hinreichenden Tatverdachts. Die Ermittlungsergebnisse werden nun ausgewertet. Danach wird entschieden, wie es für den Rasteder Arzt weitergeht. Es muss auch geklärt werden, ob und wann der 58-Jährige positiv die Erkenntnis hatte, dass er als Arzt nicht mehr tätig sein durfte.

Frage nach Bewährung

Wichtig ist ferner die Frage, ob der 58-Jährige im Herbst vorigen Jahres noch unter Bewährung stand. Das Missbrauchs-Urteil ist im Herbst 2014 rechtskräftig worden – mit einer dreijährigen Bewährungszeit.

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