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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Restaurierte Totenfahne hängt wieder in der Kirche

20.03.2008

BAD ZWISCHENAHN Es war im Jahr 1985: Bei einem Brand auf der Empore der Zwischenahner Sankt-Johannes-Kirche war unter anderem eine Totenfahne so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass das Objekt aus der Kirche entfernt werden musste. Über 20 Jahre hat es gedauert, bis kürzlich die Restaurierung des wertvolles Stückes bei der Textilrestauratorin Dominique Loeding in Hamburg in Auftrag gegeben werden konnte: Nun hängt die Fahne seit Dienstagabend wieder an ihrem ursprünglichen Platz an der nördlichen Chorwand. Das ist auch das Verdienst der Freiwilligen Feuerwehr Kayhauserfeld, die mit Hilfe einer langen Leiter die Fahne an der Kirchenwand befestigte.

„Da es auch innerhalb des Kirchenraumes bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine Reihe von Bestattungen gab, schmückten Sankt Johannes im Jahr 1774 zehn Totenfahnen und fünf Epitaphien, von denen die meisten 1907 noch vorhanden waren“, heißt es dazu in der 2005 veröffentlichten Schrift „Die St.-Johannes-Kirche in Bad Zwischenahn“, die aus der Feder von Pastor Christian Wöbcken stammt und an der Gerold von Ohlen mit Fotos, Layout und Gesamtherstellung beteiligt war. Die jetzt restaurierte Totenfahne ist die letzte und einzige ihrer Art in der Zwischenahner Kirche. Zusammen mit dem ebenfalls an der nördlichen Chorwand angebrachten Waffengesteck stellt sie ein besonderes Gedenkzeichen für den Eyhauser Erbherrn Matthias Anton von Pottendorf dar, der 1711 im Nordischen Krieg gegen Schweden starb.

„Dass die Totenfahne gerade jetzt vor Ostern fertig wurde, hat für mich etwas sehr Symbolträchtiges, die Siegesfahne über den Tod“, freute sich Zwischenahns Pastor Christian Wöbcken am Mittwoch.

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