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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Großkontrolle Auf A 28: Mit 130 Einsatzkräften Kriminellen auf der Spur

19.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-19T05:37:48Z 280 158

Großkontrolle Auf A 28:
Mit 130 Einsatzkräften Kriminellen auf der Spur

Bloh Viel Verkehr ist jeden Tag auf der A 28 unterwegs – und immer wieder sitzen in den Autos auch Menschen, die etwas zu verbergen haben: Drogen zum Beispiel, illegal erworbenes Geld oder eine falsche Identität.

All das aufzudecken war am Donnerstagnachmittag wieder das Ziel einer gemeinsamen Kontrollaktion von Polizei und Zoll auf dem Parkplatz Bloh zwischen Oldenburg und Bad Zwischenahn. „Wir haben hier rund 130 Einsatzkräfte zusammengezogen“ sagte Polizeihauptkommissar Hilmar Diekmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes bei der Autobahnpolizei Oldenburg.

Erfahrene Beamte wählten an der Einfahrt zum Parkplatz die Fahrzeuge aus, die herausgewunken wurden. In Viererteams – je zwei Beamte von Zoll und Polizei – überprüften die Beamten dann Autos und Insassen. Im Hintergrund warteten weitere Experten. Zwei Dokumentenprüfer waren in der Lage, jeden gefälschten Ausweis oder Führerschein sofort zu erkennen. Hundeführer waren bei Bedarf schnell da, wenn der Verdacht auf Drogen konkret wurde.

Sogar eine Richterin vom Amtsgericht war mit vor Ort. Sie ordnete bis zum Abend in sechs Fällen Blutproben an. „Mehrere Fahrer waren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs“, bilanzierte Diekmann. Der Arzt, der die Blutprobe abnehmen konnte, war praktischerweise ebenfalls gleich mit auf dem Parkplatz. Und auch ein mobiles Röntgengerät stand zur Verfügung, um verdächtige Gepäckstücke zu durchleuchten. Polizeibeamte aus den Niederlanden waren ebenfalls dabei. „Ihr Fahrzeug ist mit einer Kamera ausgestattet, das Kennzeichen automatisch scannt und so gestohlene Fahrzeuge sofort entdeckt“, erläutert Diekmann. Auch bei der Kontrolle von Autos aus den Niederlanden waren die Kollegen gefragt. „Sie dürfen aber auch bei jedem anderen Fahrzeug mit kontrollieren“, erläuterte Diekmann.

Unglücklich waren auch viele unbescholtene Fahrer über die Kontrolle – vor dem Parkplatz hatte sich ein mehr als fünf Kilometer langer Stau entwickelt. Und auch wenn die Beamten zwischendurch ein paar Fahrzeuge mehr durchwinkten, um den Druck zu mindern – der Zeitverlust nervte. „Die meisten Leute reagieren entspannt“, sagte Diekmann aber. Laute Worte gebe es eigentlich nie. „Das verhindert schon die große Präsenz unserer Leute.“

Dennoch achten die Beamten mehr als noch vor einigen Jahren auf Eigensicherung. Zwischen den Kontrollteams patrouillieren auch Beamte mit Maschinenpistolen – für den Fall der Fälle. Für diesen Fall stand ein Hubschrauber bereit und an der Ausfahrt des Parkplatzes auch ein zusätzlicher Streifenwagen – falls doch mal eine Verfolgung nötig sein sollte. Erlebt hat Diekmann das aber noch nicht.

Der hatte mit seinen Kollegen dafür an diesem Tag eher organisatorische Probleme zu lösen. Weil die Toiletten auf dem Parkplatz defekt waren, mussten kurzfristig einige Dixi-Klos besorgt werden. An der Verpflegung gab es immerhin nichts zu mäkeln – mit Tee, Kaffee, Wasser und Gulaschsuppe sorgte das Rote Kreuz für die nötige Stärkung.

Ein wirklich dicker Fisch ging den Beamten bis zum Abend nicht ins Netz, allerdings wurden die Kontrollen in der Nacht noch mit mobilen Einheiten fortgesetzt.


 Ein Video unter    www.nwzonline.de/videos 
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