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Gericht: Streit mit Lehrer seines Sohnes – Polizist verurteilt

01.09.2016

Edewecht /Westerstede /Oldenburg Streitereien zwischen Eltern und Lehrern landen selten vor Gericht. Im Fall eines Biolehrers des Gymnasiums Bad Zwischenahn (Außenstelle Edewecht) und einem Polizei-Hauptkommissar mussten sich gleich zwei Instanzen mit dem Fall beschäftigen.

War der Beamte aus Edewecht, der bei einer Dienststelle in Bremen arbeitet, noch vom Amtsgericht Westerstede in erster Instanz freigesprochen worden, so gab es in der Berufung vorm Landgericht eine Verurteilung.

Die Kammer war davon überzeugt, dass der Angeklagte dem Lehrer „eins auswischen“ wollte, so die Vorsitzende Richterin. Allerdings wurde auf einen minderschweren Fall entschieden. Das Urteil: zehn Monate auf Bewährung und 3000 Euro Strafe (1000 davon muss der Angeklagte an den Lehrer zahlen). Da die Verurteilung unter einem Jahr blieb, kann der Polizist im Dienst bleiben und verliert auch nicht seine Pensionsansprüche.

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Was war passiert? Wie berichtet, hatte der Lehrer den zwölfjährigen Sohn des Angeklagten vor die Tür geschickt, weil er den Unterricht massiv gestört haben soll. Der Junge schickte dem Vater dann eine SMS. Und der 53-Jährige, der an diesem Tag Urlaub hatte, eilte in die Schule. In der Familie war man sich offenbar einig, dass der Bio-Lehrer den Sechstklässler auf dem Kieker hatte.

Während eines heftigen Gespräches mit dem Lehrer habe der Angeklagte dann aus dem „Vater-Modus“ in den „Polizei-Modus“ geschaltet, so die Richterin.

„Ich habe mich jetzt in den Dienst versetzt“, hatte der Beamte dem Lehrer erklärt, um dem Pädagogen dann „glasige Augen“, einen „schweren Gang“ und „Alkoholgeruch“ zu unterstellen. Der Angeklagte wusste, dass der Lehrer mit dem Auto zur Schule gefahren war. Er rief seine Kollegen. Denen gegenüber verschwieg er, dass es Ärger mit dem Sohn gegeben hatte, berichtete stattdessen von seinem falschen Anfangsverdacht.

So ließen die Beamten den Lehrer pusten. Das Ergebnis: 0,0 Promille. Geruch, Augen, Gang: „Diese Kriterien gab es nicht, auch nicht in der Wahrnehmung des Angeklagten“, so die Vorsitzende. Keiner hatte etwas gerochen oder negativ wahrgenommen.

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