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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Vom Fluch der teuren Technik

16.03.2017

Edewecht Sie sind die Helfer in der Not – die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren: Sie retten Menschen, Tiere und Sachwerte, löschen Brände, zersägen nach Stürmen umgestürzte Bäume, streuen Ölspuren ab oder sichern Gefahrenstoffe. Für ihre vielfältigen Aufgaben benötigen die Wehren Spezialfahrzeuge sowie vielfältiges feuerwehrtechnisches Gerät: Beides kostet viel Geld.

Mit der Ausstattung der Wehren und der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen hat sich unlängst der Feuerwehrausschuss des Edewechter Gemeinderates beschäftigt.

Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff hatte den Fachausschuss bereits im Sommer 2016 darüber informiert, dass es erhebliche Probleme mit dem Zustand einiger Fahrzeuge der Feuerwehren in der Gemeinde Edewecht gebe. Dem Gemeindekommando wurde damals der Auftrag erteilt, das Fahrzeugkonzept zu überarbeiten und dem Ausschuss vorzulegen.

Früher konnten Feuerwehrfahrzeuge bis zu 30 Jahre genutzt werden, künftig werden es bis zu 20 Jahren sein. Das wird im neuen Konzept für die Beschaffung der Feuerwehrfahrzeuge berücksichtigt. Denn die neueren Fahrzeuge sind vermehrt mit elektronischen Bauteilen ausgestattet, Ersatz über einen längeren Zeitraum zu erhalten sei sehr schwierig, so die Erfahrungen der Feuerwehr. Obendrein würden Ersatzlieferungen allgemein nicht garantiert. Hersteller von Fahrgestellen garantierten zwar Ersatzlieferungen, die betragen jedoch maximal 12 Jahre.

Das neue Konzept beinhaltet auch, dass künftig für die nächsten drei Jahre konkret festgelegt wird, was zu erneuern oder zu ergänzen ist. In diesem oder im nächsten Jahr soll die Feuerwehr Husbäke ein neues Löschfahrzeug (LF 10) als Ersatz für ihr jetziges erhalten, das aus dem Jahr 1986 stammt. Rund 310 000 Euro wird das Spezialfahrzeug kosten, für das eine Firma das Fahrgestell und eine andere die Aufbauten liefert. „Ein normales Löschfahrzeug hat durchaus den Preis eines Einfamilienhauses mit Grundstück und kostet um die 300 000 Euro“, sagt Dirk Gerdes-Röben, Zugführer und Pressewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht.

Von 2031 auf 2019 sei der Austausch eines Einsatzleitwagens der Edewechter Feuerwehr vorverlegt worden. Das jetzige Fahrzeug, Baujahr 2001, sei das am stärksten genutzte in der Gemeinde. Die fest verbaute Computertechnik sei veraltet und lasse keine weitere Aufrüstung zu. Um ein Jahr vorverlegt werden solle der Austausch des Tanklöschfahrzeugs der Edewechter Wehr, das größte seiner Art in der Gemeinde. In den vergangenen fünf Jahren hatte man in dieses TFL 16/25 bereits 20 000 Euro an Reparaturen investiert.

Der Fachausschuss befürwortete das neue Konzept für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und den Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs für die Wehr Husbäke. Nun hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde zu entscheiden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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