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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

So zocken falsche Spendensammler ab

12.10.2019

Westerstede Der Präventionsbeauftragte der Polizei Westerstede, Michael Schröder, bringt es auf den Punkt: „Wenn der Spendenaufruf nicht in der Zeitung öffentlich vorgestellt wurde, sollten Ammerländer Bürger die Finger davon lassen, Geld zu spenden.“ Denn Trickbetrüger denken sich immer neue Betrugsmaschen aus, um ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Polizei registriert auch im Ammerland immer wieder Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. „SäM“ nennen die Kriminalisten diese Delikte.

So ist es auch einigen Senioren am Mittwoch-Nachmittag auf dem Aldi-Parkplatz ergangen. Eine aufmerksame Frau beobachtete das Geschehen, wurde misstrauisch und schaltete sofort die Polizei ein. „Vorbildlich“, lobte Schröder das Vorgehen. Schließlich sei die Polizei auf solche Hinweise angewiesen: „Bürger sollten uns bei jedem Verdacht anrufen, damit wir sofort aktiv werden können.“

Auf dem Parkplatz hatten eine junge Frau und ein junger Mann albanischer Abstammung versucht, als Pärchen Geld für die Gründung einer Gebärdensprachenschule zu sammeln. Die junge Frau gab sich als Taubstumme aus, „ich habe sie später aber mit ihrem Partner sprechen hören“, so die Zeugin. Sie wurde ebenfalls von der Frau mimisch und gestisch angesprochen, 20 Euro zu spenden und sich in eine Spendenliste einzutragen. Da die Zeugin den Betrug schon ahnte, lehnte sie ab, konnte aber einen Blick auf die Liste werfen: „Da hatten binnen kürzester Zeit mehrere Westersteder jeweils 20 Euro gespendet.“ Und nach ihren Beobachtungen waren es vor allem ältere Menschen, die die Täter im Visier hatten. „Ich fragte die Frau nach einem offiziellen Spenderausweis. Das verstand sie angeblich nicht.“ Die beiden Betrüger verzogen sich am Ende – noch bevor die Polizei eintraf.

„Wer spenden will, sollte am besten einen Bezug zu den Organisationen haben“, rät Schröder, beispielsweise die Ortsfeuerwehr, der Kinderschutzbund oder – wie kürzlich in dieser Zeitung angekündigt – der Tierschutzverein Edewecht.

Selbst die zertifizierten Spendenausweise, die Hilfsorganisationen auf Nachfrage vorzeigen müssen, sind nicht mehr fälschungssicher: „Das geht doch inzwischen soweit, dass sich Täter mit gefälschten Polizeiausweisen Zugang zu Wohnungen verschaffen“, so der Polizeimitarbeiter.

Wer unsicher ist, aber gern spenden will, könne sich im Internet über die Hilfsorganisation erkundigen und sich weitere Informationen zu dem möglichen Spendenaufruf besorgen. „Oder einfach mal direkt bei der Organisation anrufen“, rät Schröder. Geht es um das Thema Spenden, steht für ihn die Devise fest: Vertrauen ist gut, Misstrauen besser.

Katja Lüers Redakteurin / Redaktion Westerstede
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