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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

20-jähriger muss ins Jugend-Gefängnis

21.09.2019

Westerstede /Oldenburg Wegen Diebstahls in mehreren Fällen muss ein 20-jähriger Heranwachsender aus Westerstede für neun Monate ins Jugend-Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Westerstede hat das Oldenburger Landgericht am Freitag in zweiter Instanz bestätigt.

Der Angeklagte ist drogenabhängig. Um seine Sucht finanzieren zu können, stiehlt er in Verbrauchermärkten Waren, die er verkaufen kann. Die Taten sind der klassischen Beschaffungskriminalität zuzuordnen.

Wenn der Angeklagte beim Diebstahl erwischt wird, kann er böse werden. So schlug er einen Detektiv, der von ihm die gestohlenen Waren zurück haben wollte. Am Ende hatte keiner mehr etwas von der Beute. Während der Rangelei waren Spirituosen-Flaschen zu Boden gefallen und zersplittert.

Der Angeklagte hatte auch in Westerstede großflächig eine Schule mit Farbe besprüht. Es entstand ein hoher Sachschaden. Und dann folgten erneut Diebstähle. Gegen den Angeklagten hat es bisher viele Verfahren gegeben.

Mehrmals hat das Amtsgericht in Westerstede versucht, auf den 20-Jährigen einzuwirken – vergebens. Der Angeklagte lebt in den Tag hinein. Um ihn wieder an einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen, hatte das Gericht gegen den Angeklagten in einem früheren Prozess Arbeitsauflagen verhängt. Außerdem sollte er Kontakt zur Bewährungshilfe, zur Jugendgerichtshilfe und zur Suchtberatung halten. Nichts davon passierte. Stattdessen neue Diebstähle.

Und so kam, was kommen musste. Im Juni dieses Jahres verurteilte ihn das Amtsgericht in Westerstede wegen der aktuellen Taten zu neun Monaten Jugend-Gefängnis. Dieses Mal gab es keine Bewährung mehr.

Gegen dieses Urteil legte der vierfach vorbestrafte Angeklagten dann Berufung ein. Er wollte nicht ins Gefängnis. Doch auch nach dem Juni-Urteil hatte er keinen Kontakt zur Jugendgerichtshilfe gehalten. Und bei der Suchtberatung hat er nur einmal vorbei geguckt. Der Anwalt des Angeklagten meinte, sein Mandant könne von seiner Persönlichkeit her einfach keinen Kontakt halten. Doch diese Feinheiten zählen vor Gericht wenig.

Die Berufung des Angeklagten wurde verworfen, auch wenn der 20-Jährige noch erklärte, nunmehr seit drei Wochen einen Job zu haben. Das reicht nicht, um für sich eine günstige Sozialprognose als Vorbedingung für eine Bewährungsstrafe geltend zu machen.

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