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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Skandal um die schlimmste Schlagloch-Straße im Ammerland

16.12.2017

Westerstede Die Landesstraße 820 ist ohne Übertreibung die schlimmste Schlaglochstrecke im Ammerland. Jetzt gab es dort die ersten Unfälle.

Die Opfer

Andreas Hinrichs hat es besonders schlimm erwischt. Am Montag war er gegen 7.15 Uhr auf dem Weg zur Arbeit nach Jaderberg. Es war glatt an diesem Morgen, weshalb der Westersteder kaum schneller als Tempo 40 fuhr. Doch plötzlich ein Schlag. In der Dunkelheit war er in ein gut 30 Zentimeter tiefes Schlagloch gekracht. Der Reifen platt, die Felge Totalschaden, dazu Schäden an der Spurstange. Doch auch Hinrichs blieb nicht unversehrt. Er erlitt ein Schleudertrauma. Der Wagen musste abgeschleppt werden. Die Polizei sperrte den Bereich ab, bis 20 Minuten später der Straßenmeisterei das Loch wieder flickte. Laut Kostenvoranschlag beträgt der Schaden des Westersteders 1300 Euro.

Nur knapp die Hälfte kostet die Fahrt über die L 820 eine junge Frau aus Petersfeld. Sie war Ende November in ein Schlagloch gekracht, wäre fast im Graben gelandet. Auch bei ihr waren Reifen und Felge Totalschaden. Auch diesmal kam die Straßenmeisterei im Eiltempo zum Löcherstopfen.

Anwohner berichten von mindestens drei weiteren Schlagloch-Unfällen.

 Die Vorgeschichte

Die L 820 ist schon lange marode. Die NWZ hat mehrfach berichtet, Politiker und Bürgerverein haben die zuständige Behörde angeschrieben. Passiert ist nichts. Eigentlich sollte die Straße komplett saniert werden in diesem Jahr. Doch es blieb bei einer Tempobegrenzung für Lkw (30 km/h) und einzelnen Schildern mit dem Hinweis „Straßenschäden“. Ansonsten fährt die Straßenmeisterei gelegentlich Streife und stopft immer wieder Schlaglöcher. Von denen gibt es nahezu täglich neue, denn angesichts von 1500 schweren Lastwagen täglich auf der Strecke hält die Flickschusterei nicht lange.


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 Die Behörde

Joachim Delfs leitet die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg. Sie ist neben den Autobahnen im Nordwesten auch für die Landesstraßen verantwortlich. Delfs kennt die L 820 und auch ihren Zustand. „Wir wollten sie 2017 sanieren. Aber durch das Hochwasser in Südniedersachsen wurden Mittel umgeleitet.“ Jetzt soll 2018 gebaut werden – wenn die Finanzpläne der neuen Landesregierung stehen.

Trotz der bekannten Schlaglochsituation will Delfs keine „generelle Aussage“ zu einer Schadenregulierung treffen. „Meist besteht kein Anspruch“, sagt er. Denn es liege keine Pflichtverletzung der Behörde vor, wenn in kurzen Abständen eine Straßenkontrolle stattfindet.

 Wie geht es weiter?

Ob und wann die Schlaglochopfer jedoch ihre Schäden ersetzt bekommen, ist unklar. Eine Vollkasko würde zwar zahlen, doch dann wird man auch hochgestuft. Hinrichs will notfalls klagen und sucht weitere Geschädigte. Sie können sich bei ihm unter Telefon  0170/3 55 64 05 melden.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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