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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Der Lebensretter im Kühlschrank

08.10.2019

Westerstede Haben Sie schon eine Notfalldose? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Das zumindest finden Wolfgang Mammen und Wolfgang Krapp vom Seniorenbeirat Westerstede. Sie würden sich wünschen, dass die kleine grün-weiße Dose in möglichst vielen Westerstedern Kühlschränken steht.

Notfall? Kühlschrank? Nein, die Dose beinhaltet nicht etwa Astronautennahrung für den Katastrophenfall. Gebündelt auf einem Zettel finden Rettungskräfte in der Notfalldose alle wichtigen Informationen über die Personen eines Haushalts, etwa Name, Geburtsdaten, Blutgruppe, Erkrankungen, notwendige Medikamente, Kontaktdaten von Angehörigen, Ärzten und Pflegedienst. Dass sie im Kühlschrank aufbewahrt wird, hat einen Grund: In jedem Haushalt gibt es einen Kühlschrank und der ist meist leicht zu finden. Durch Aufkleber am Kühlschrank sowie an der Wohnungstür wissen Rettungskräfte sofort Bescheid, dass die Notfalldose im Haus vorhanden ist.

Für die Erstversorgung

„Die Notfalldose ist wichtig für die Erstversorgung“, sagt Wolfgang Krapp. Der Arzt spricht aus Erfahrung: Er erinnert sich, wie er bei seinen ersten Notfalldiensten oft nicht wusste, wie er helfen kann. Er erzählt von Leuten, die nicht genau wissen, welche Medikamente sie einnehmen müssen oder welche Krankheiten sie haben. „Selbst als Arzt kann ich da viel falsch machen. Deshalb sind die Informationen in der Notfalldose überlebenswichtig.“

Und wo gibt’s die Dose? In Apotheken, bei den Johannitern, beim DRK oder im Internet, sagt Krapp. Es gebe mittlerweile auch Städte und Gemeinden, die Notfalldosen vertreiben.

mehrgenerationenmesse in Westerstede

Zur dritten Mehrgenerationenmesse lädt der Seniorenbeirat Westerstede für Sonntag, 13. Oktober, ins Gymnasium Westerstede, Gartenstraße 13, ein.

Geöffnet ist die Messe von 11 bis 17 Uhr. Es gibt Tee, Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst vom Grill. Auch der Jugendbeirat und der Kinderbeirat sind wieder beteiligt. Schirmherr ist Bürgermeister Klaus Groß.

Zu den Ausstellern zählen: Ammerland-Apotheke, Ammerland-Hospiz, Küchengarten/Jaspershof, Tierfriedhof Achternmeer, Johanniter, Landvolk, Taraxacum, Heimbeirat im Altenzentrum und einige mehr.

Es gibt Fachvorträge unter anderem zu: Friedwald,Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Verkauf von Erbimmobilien oder bienenfreundlichen Rosen.

Aber die Notfalldose ist nur das Eine. Auf dem Zettel wird nur das Wichtigste vermerkt – unter anderem, wo im Hause sich die Notfallmappe befindet. Auch die sollte nach Ansicht von Krapp und Mammen jeder besitzen, denn: Die Mappe ist die Erweiterung der Notfalldose. In ihr sollten Dokumente wie Versicherungsnachweise, Vollmachten, Patientenverfügung gesammelt werden. Wichtig sei aber, dass Dose und Mappe immer immer aktualisiert würden, etwa wenn sich der Medikamentenplan ändert oder neue Krankheiten hinzu kommen, sagt Wolfgang Mammen.

Wenig geregelt

„Wir denken immer, für den Notfall ist alles geregelt. Außer 112 ist aber häufig nichts geregelt“, sagt Krapp.

Und was, wenn man nicht einmal mehr die 112 wählen kann, etwa nach einem Sturz? Dann könnten entweder eine Notfall-App am Handy helfen oder der Notfallknopf, den Seniorinnen und Senioren rund um die Uhr bei sich tragen können – etwa am Arm oder um den Hals – und per Knopfdruck sofort beim Notfalldienst landen.

Wolfgang Mammen und Wolfgang Krapp wünschen sich, dass sich in Westerstede und umzu herumspricht, dass es solche kleinen Lebensretter gibt. Sie weisen auch darauf hin, dass Notfalldose, -mappe und -App nicht nur für Senioren gedacht sind, sondern für alle Personen, die vorwiegend alleine leben. Und davon gebe es ja immer mehr. Bei der Mehrgenerationenmesse des Seniorenbeirats Westerstede (siehe Infobox) am Sonntag, 13. Oktober, informiert Wolfgang Krapp über Notfalldose, Notfallordner und Notfall-App.  Bei Fragen zu Dose, Mappe und App hilft der Seniorenbeirat weiter. Sprechstunde ist montags, 15 bis 17 Uhr, in der Apothekervilla, Gaststraße 4. Kontakt: Telefon  04488/5 57 11


Mehr Informationen unter   www.notfalldose.de 
Nathalie Meng Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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