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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Polizei in Westerstede jagt wieder Glühwein-Sünder

16.11.2018

Westerstede Die Beamten der Polizei in Westerstede kennen sie alle: Die Schleichwege und Straßen, die Autofahrer gern mal nutzen, wenn sie einer drohenden Polizeikontrolle entgehen möchten. Das ist meistens dann der Fall, wenn das Gläschen zu viel tatsächlich zu viel war – und die Fahrtauglichkeit nicht mehr zu 100 Prozent gegeben ist.

Betrunken radeln

Wer mit 1,6 Promille auf dem Fahrrad unterwegs ist, begeht übrigens auch eine Straftat und bekommt neben einer Geldstrafe Punkte in Flensburg. Außerdem ist die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) Pflicht. Wer hier durchfällt, verliert die Fahrerlaubnis. Die Behörde kann das Radfahren sogar verbieten, wenn Wiederholungsgefahr attestiert wird.

Für Fußgänger gibt es keine Promillegrenze. Wer jedoch zu Fuß unterwegs ist und einen Verkehrsunfall verursacht, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen und für einen möglichen Schaden haften.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit greift dieses Phänomen um sich, wenn heimelige Märkte mit Glühwein locken, wenn auf Weihnachtsfeiern in Betrieben und Vereinen oft angestoßen wird. Schnell ist die erlaubte Promillegrenze erreicht –– und die Verkehrsgefährdung droht. „Wir werden deshalb verstärkt kontrollieren“, warnt Erster Polizeihauptkommissar Ludger Elsen von der Polizei Westerstede all jene, die meinen, dass sie schon nicht erwischt werden. Dabei setzen die Beamten nicht nur auf besagte Schleichwege, sondern auch auf die dicht befahrenen Straßen. „Es wird keinen Bereich geben, wo wir nicht kontrollieren“, betont Elsen. Jederzeit könne es passieren, dass seine Kollegen Autofahrer aus dem Verkehr ziehen – und auch Fahrradfahrer. „Denn auch wer betrunken Fahrrad fährt, riskiert seine Gesundheit, aber auch die seiner Mitmenschen“, so der Beamte, der um schwere Verkehrsunfälle mit betrunkenen Radlern weiß. Und da die Kontrollen ohnehin laufen, wird auch kontrolliert, ob Drogen konsumiert wurden.

Promillegrenzen am Steuer

Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille ein Kraftfahrzeug führt, keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt und keinen Unfall verursacht hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid. Je nachdem, wie oft man vorher schon erwischt wurde, werden zwischen 500 und 1500 Euro, ein bis drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte fällig.

Wer absolut fahruntüchtig ist und am Steuer sitzt, begeht eine Straftat – das gilt ab 1,1 Promille und mehr, egal ob Ausfallerscheinungen oder nicht.

Wer ab rund 0,3 Promille alkoholtypische Ausfallerscheinungen hat und fährt, begeht ebenfalls eine Straftat. Hier drohen Geldstrafen, Wiederholungstäter müssen Freiheitsstrafe fürchten sowie mehrmonatigen Führerscheinentzug.

Bei Straftaten müssen die Täter mit Geldstrafen, Punkten und Freiheitsstrafen rechnen. Ab 1,6 Promille ist zudem die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU, gern Idiotentest genannt) vorgeschrieben, ebenso bei wiederholten Trunkenheitsfahrten.

Anuschka Kramer
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2602

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