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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Löschwesen: Nachwuchs ist heiß auf Abzeichen

18.09.2017

Wiefelstede Die sechs Kinderfeuerwehren des Ammerlandes haben sich am Samstag beim Feuerwehrhaus in Wiefelstede versammelt. Rund 40 Kinder ab neun Jahren wollten dort den „Brandfloh“ machen. Dieses Abzeichen ist eine Auszeichnung für Mitglieder der Kinderfeuerwehren.

Die Niedersächsische Jugendfeuerwehr gibt den Rahmenplan für Bedingungen, Durchführung und Verleihung vor. Voraussetzung für die Abnahme ist die mindestens einjährige Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr sowie ein Mindestalter von neun Jahren. Folgende Aufgaben müssen nach den Vorgaben bewältigt werden: Bei der Brandschutzerziehung wird erklärt, warum eine Kerze ausgeht, wenn ein Glas drüber gestülpt wird. Bei der Ersten Hilfe muss die Notrufnummer 112 „gelernt“ und ein Wundschnellverband (Pflaster) angelegt werden. Beim Sport, Spiel, Teamwork muss ein Bodenpuzzle mit dem Logo der Kinderfeuerwehr mit der gesamten Gruppe über einen Hindernisparcours transportiert und im Ziel korrekt zusammengesetzt werden.

In Wiefelstede wurde dann auch noch gemäß Vorgabe Geschicklichkeit geprüft. Gemeinsam mussten die Kinder Kübelspritze, D-Druckschlauch und D-Mehrzweckstrahlrohr miteinander verbinden, um dann auf ein kleines Häuschen mit aufgemalten Flammen ein „Zielspritzen“ durchzuführen. Abschließend wurde ein Fragebogen ausgefüllt, in dem theoretische Fragen zur Feuerwehr, aber auch allgemeine Fragen beantwortet werden mussten.

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„Die Kinder sind sehr stolz, wenn sie am Ende des Tages die Urkunde und die Anstecknadel bekommen“, sagte Kreisjugendwart Dieter Behrens. Zukünftig werde der „Brandfloh“ jedes Jahr durchgeführt und dann auch in den Dienstausweis eingetragen.

„Es sind heute rund zehn Mädchen dabei“, sagte Karl-Heinz Jürgens, Kinderfeuerwehrwart der Feuerwehr Wiefelstede. „Der Anteil der Mädchen und Frauen wird in der Feuerwehr immer größer“, so Jürgens. Joanna (9) von der Kinderfeuerwehr Ohrwege fand die ganze Sache gut. „Man kann jetzt schon ein bisschen üben, wie man mit dem Wasserschlauch umgehen muss.“ Auch Jan (9) war begeistert: „Spannend ist später, dass man nie weiß, was einen am Brandort erwartet.“ Sein Opa und sein Vater seien auch bei der Feuerwehr.

Die Feuerwehr hat, im Gegensatz zu anderen Einrichtungen, keine Nachwuchssorgen. „Wir sind im Ammerland gut aufgestellt“, sagte Behrens. Auch der stellvertretende Bürgermeister Lutz Helm ließ es sich nicht nehmen, sich von dem guten Ergebnis des Tages zu überzeugen. „Die haben ihre Sache gut gemacht. Die Feuerwehrkameradinnen und Kameradinnen wie auch die Kinder“, meinte er.

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