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NWZonline.de Region Ammerland Blaulicht

Polizeitaucher suchen nach Vermisstem in Wiefelstede

24.08.2018

Wiefelstede „Manchmal sind unsere Hände unsere Augen“, sagt Polizeioberkommissar Thomas Decker. Er ist an diesem Donnerstagmorgen Einsatzführer der Polizeitaucher aus Oldenburg. Im Regenrückhaltebecken „Hörner Diek“ in Wiefelstede suchen er und seine Kollegen von der Technischen Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei Oldenburg nach Hinweisen auf den Verbleib von Hans-Hermann („Hannes“) Eilers.

Seit 30. Mai vermisst

Der Wiefelsteder ist seit dem 30. Mai verschwunden – und immer noch ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Rolf Cramer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes beim Polizeikommissariat Westerstede, machte am Donnerstag deutlich, dass es bislang keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen, einen Suizid oder aber darauf gibt, ob sich der Vermisste noch irgendwo aufhält. Und da der 55-Jährige nach Ermittlungen der Polizei mit seinem Hund täglich auch am Regenrückhaltebecken spazieren gegangen ist, hatte das Polizeikommissariat Westerstede eben die Polizeitaucher angefordert, um dort zu suchen.

Noch keine Spur von „Hannes“ Eilers

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zum Verbleib von Hans-Hermann Eilers. Der 55-Jährige ist 1,83 Meter groß, von schlanker Statur und hat eine Stirnglatze mit einem mittelblonden Haaransatz. Bekleidet ist er in der Regel mit „Arbeiterkleidung“. Nach wie vor ist Eilers bislang auch an bekannten Aufenthaltsorten und in umliegenden Krankenhäusern nicht aufgefallen.

Wer den Vermissten gesehen hat und /oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen kann, der sollte sich bei der Polizei Westerstede unter Telefon 0 44 88/83 30 oder aber bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.  

Das Rückhaltebecken ist nicht besonders tief, das Wasser nicht besonders klar – und so kann Decker zunächst auch ohne Pressluftgeräte im sehr flachen Wasser quasi bäuchlings „robbend“ mit der Suche beginnen. Und dafür nutzt er eben seine Hände, sucht damit den Grund des Beckens auch nach kleinen Dingen wie etwa einer Brieftasche, einer Tatwaffe oder anderen Hinweisen ab. Das Team ist mit acht Kollegen gekommen, drei von ihnen gehen an diesem Tag ins Wasser. Da, wo das Becken tiefer ist, nutzen die Taucher die volle Ausrüstung – mit jeweils zwei Pressluftflaschen auf dem Rücken, Flossen, Maske, Sprechfunk und allem „Pipapo“. „Wir tragen immer zwei Pressluftflaschen und damit zwei Atmungssysteme“, hatte Decker zuvor erläutert – auch aus Sicherheitsgründen. Denn es könne passieren, dass ein System etwa durch Kälte ausfällt. Dann könnten die Taucher aufs zweite System umschalten.

Hans-Hermann Eilers hatte am 30. Mai gegen 10.30 Uhr seine Arbeitsstätte in der Wiefelsteder Stahlstraße verlassen. Seitdem wurde er nicht mehr gesehen. Am 1. Juni hatte Eilers um 10.52 in der Nadorster Straße in Oldenburg noch einmal einen geringen Geldbetrag an einem Automaten abgehoben. Danach verlor sich seine Spur – bis heute.  Auch aus der Bevölkerung seien bislang keine hilfreichen Hinweise eingegangen, erklärte Cramer am Donnerstag. So stochert die Polizei derzeit immer noch im Nebel – und will im Lebensumfeld des Vermissten nichts unversucht lassen, Hinweise auf seinen Verbleib zu finden. Deshalb auch der Tauchereinsatz, der vom Polizeikommissariat Westerstede gemeinsam mit den Kollegen aus Bad Zwischenahn koordiniert wird.

Während Decker den vorderen, kleineren Bereich des Rückhaltebeckens absucht, tauchen seine Kollegen Robberto Rausch und Marcel Makdissi hinter der Gehwegbrücke im größeren Teil des künstlichen Gewässers. Aber sie finden nichts, das die Polizei im Fall des Vermissten weiterbringen könnte.

Montag Suchaktion

Nun sollen am Montag, 27. August, etwa 60 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Oldenburg im Bereich Dingsfelde auch an Land nochmals nach Hinweisen auf den Verbleib des Vermissten suchen, kündigte Hauptkommissar Ludger Elsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Polizeikommissariat Westerstede am Donnerstag an.

Was tun die Polizeitaucher eigentlich, wenn sie nicht tauchen und nach Gegenständen, versenkten Fahrzeugen oder auch vermissten Menschen suchen? Als Mitglieder der Technischen Einsatzeinheit sind sie auch für Absperrungen verantwortlich, unterstützen bestimmte Einsätze mit großflächiger Beleuchtung oder können über Schlauchboote verfügen: Die Materialien und Fahrzeuge werden dafür auch in Oldenburg bereitgehalten.

Hier finden Sie eine umfangreiche Multimedia-Dokumentation über die Arbeit der Technischen Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei Oldenburg.

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