Borbeck - Das neue Feuerwehrgerätehaus für die fusionierten Wehren Metjendorf/Neuenkruge und Borbeck soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Das sagt zumindest Jörg Weden, Vorsitzender der Wiefelsteder SPD-Ratsfraktion.
Ursprünglich war man in der Verwaltung davon ausgegangen, dass der Flächennutzungsplan für das Vorhaben geändert werden müsse. Das Thema sei aber mittlerweile vom Tisch. Damit der Neubau auf den Weg gebracht werden könne, müsse das noch einmal im Feuerwehr-Ausschuss besprochen werden. Aber die Sache ist völlig unstrittig.
Zunächst Unmutder Anwohner
Denn mit der Fusion der Wehren im Süden der Gemeinde muss etwas Neues her. Das alte Gerätehaus in der Ortsmitte ist in die Jahre gekommen. Ein moderner Stützpunkt für die Frauen und Männer der Metjendorfer Retter ist das nicht mehr.
Die Grundstücksfrage sei mittlerweile geklärt. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr soll ebenfalls mit einziehen. Die Gemeinde muss sich bei dem Neubau auch an den Vorgaben des Feuerwehr-Bedarfsplans halten. Im Vorfeld hatten Anlieger ihren Unmut über den Neubau im Süden der Gemeinde geäußert.
Sie fürchten, dass eines der letzten Rückzugsgebiete für die Tierwelt im Süden der Gemeinde verloren gehe. Die Wandlung von kostbaren und einzigartigen Naturflächen in lukratives Bauland entspreche nicht den ökologischen Grundgedanken und Ambitionen von Schutz und Erhalt für künftige Generationen.
Allerdings: Die Feuerwehr im Süden der Gemeinde wird neu aufgestellt. Dazu sagt Gemeindebrandmeister Heiko Bruns, dass es mit Neubauten allein nicht getan sei. Im Süden der Gemeinde müsse weitere Personalstärke aufgebaut werden, so Bruns.
Brandschutzfür Neubaugebiet
Er macht auch darauf aufmerksam, das für das Neubaugebiet Grote Placken am südlichen Ortseingang von Wiefelstede an den Brandschutz gedacht werden müsse. Da müsse eine große Wasserleitung verlegt werden, damit im Ernstfall ausreichend Wasser für die Wehrleute zur Verfügung stehe.
Und auch die zunehmende Elektrisierung des Autoverkehrs stelle die Retter vor weitere Aufgaben und Herausforderungen, so Heiko Bruns. Gerate ein E-Auto in Flammen, könne es nur in einem gefluteten Container gelöscht werden. Heißt: Das brennende Fahrzeug kann nicht mit herkömmlichen Löschtechniken und -mitteln vom Feuer befreit werden. Das wäre zu gefährlich für die Feuerwehrleute. Also wird es mittels eines Krans in einen Container voller Wasser getaucht, wie der Gemeindebrandmeister erklärte.
