Halsbek - Die mühsame und aufwendige Recherche des siebenköpfigen Arbeitskreises hat sich gelohnt: Der Klootschießer- und Boßelerverein „He löppt noch“ Halsbek hat jetzt seine Chronik herausgebracht. Ein gutes Jahrhundert liegt die Gründung zurück. 17 Männer haben am 29. Mai 1920 in der Gastwirtschaft Schwengels (Schniederkröger) den KBV ins Leben gerufen. „Boßeln hatte 1920 einen sehr hohen Stellenwert auf dem Lande“, weiß Johann Janssen, der federführend in dem Arbeitskreis mitgewirkt hat, der vor rund fünf Jahren eigens für die Erstellung der Chronik gebildet wurde.
Kaum Aufzeichnungen
Wie fängt man an, wenn es kaum Aufzeichnungen gibt? „Wir haben erste Informationen von Jonny Agena, der inzwischen leider verstorben ist, bekommen. Auch von älteren Vereinsmitgliedern haben wir viele Bilder erhalten. Das war ein guter Anfang“, ist Johann Janssen dankbar für die Unterstützung. Die weitere Suche folgte anschließend im Westersteder Stadtarchiv. „Es war unser Ziel, die Geschichte des KBV als chronologische Entwicklung des Boßelsports aufzuarbeiten“, erläutert Tammo Ulken, Vereinsvorsitzender.
Viele Erfolge
Der KBV Halsbek sei einer der erfolgreichsten Boßelvereine des Oldenburgischen Landes. „Wir haben starke Erfolge errungen, darauf sind wir sehr stolz“, betont der Vorsitzende. Zu nennen seien hier Johann Oltmanns, Erich Eilers, Johann zur Horst, Reiner Hiljegerdes und Heike Eilers als hervorragende Einzelsportler, stellvertretend für viele weitere starke Sportler und Sportlerinnen des Vereins. Dass der Verein sich zu einem der erfolgreichsten Boßelvereine des gesamten FKV (Friesischer Klootschießerverband) entwickelt hat, würden auch die errungenen Siege zeigen: 76 Landesmeisterschaften wurden gewonnen und 27 FKV-Siege nach Halsbek geholt.
„Der Verein erhebt nur einen geringen Mitgliedsbeitrag, daher waren Preisknobeln und Betriebsboßeln von Beginn an eine gute Einnahmequelle für die Vereinsarbeit, “, erklärt Tammo Ulken. Das Preisknobeln lief ab 1979 bis zur Schließung des Altdeutschen Hofes 2016, das Betriebsboßeln wurde 1985 eingeführt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Gemeinsames Frühstück
Am Sonntag, 4. September, lädt der KBV alle, die sich mit dem Halsbeker Boßelsport verbunden fühlen, zu einem gemeinsamen Frühstück ein. Die Tische sind im Saal des Altdeutschen Hofes ab 9.30 Uhr gedeckt, das Frühstück beginnt um 10 Uhr. Anmeldungen nimmt Anke Baum unter Tel. 0160/97353993 entgegen und gibt auch bei Fragen Auskunft. An diesem Sonntag wird auch die Chronik – gegen einen kleinen freiwilligen Obolus – ausgegeben. Die Chronik des Halsbeker Boßelervereins im handlichen DIN-A4-Format ist auf 183 Seiten gedruckt und mit zahlreichen Bildern aus den 100 Jahren bestückt.
