Edewecht - Es gibt einen ersten Ermittlungserfolg bei den Bränden in Edewecht. Der Tatverdacht gegen den Jugendlichen, der Mitte November 2021 ein Pedelec vor der Grundschule in Brand gesteckt haben soll, hat sich nach Befragungen erhärtet. Die Polizei spricht nun von einem „dringenden Tatverdacht“. Wegen der übrigen Brände laufen die Ermittlungen weiter.
Kleidung erkannt
Zum Fahndungserfolg haben die Bilder der Überwachungskamera geführt. Vor allem von der auffälligen Bekleidung des Täters hatten sich die Beamten Hinweise aus der Bevölkerung erhofft – mit Erfolg. Eine flüchtige Bekannte erkannte auf den Bildern, die im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung veröffentlicht wurden, einen 17-Jährigen aus dem Landkreis Cloppenburg. Die Vernehmungen des Tatverdächtigen haben zumindest in diesem Fall zum Erfolg geführt.
Weitere Ermittlungen
Anders verhält es sich mit den übrigen Bränden in Edewecht. Hier sieht die Polizei keinen Zusammenhang zum Tatverdächtigen aus dem Landkreis Cloppenburg. Man gehe eher von einem anderen Täter aus, so die Aussage der Beamten. Hinweise zu den Bränden und zu möglichen Tätern nimmt die Polizei in Edewecht unter Tel. 04405/925960 entgegen.
Im September 2021 war es zunächst eine versuchte Brandstiftung bei einem Auto, abgestellt auf einem Parkplatz an der Kreuzung Hauptstraße/Oldenburger Straße. Ende November brannte dann eine Garage in der Bahnhofstraße, die eine örtliche Firma als Lagerraum nutzte. Das dazu gehörende Wohnhaus stand leer. Ob bei beiden Fällen Brandstiftung die Ursache war, ist noch nicht gesichert.
Im dritten Fall, dem Brand auf dem Heinjehof Anfang Dezember, geht die Polizei hingegen klar von Brandstiftung als Ursache aus. Das Feuer war zeitgleich in zwei unterschiedlichen Gebäuden des ehemaligen Baumschulbetriebs ausgebrochen. Hier waren die Brandermittler der Polizei sogar mit einem Brandmittel-Spürhund vor Ort im Einsatz, um Spuren von Brandbeschleunigern feststellen zu können.
Neuer Bauwagen
Der vorerst letzte Fall war der Brand eines Bauwagens im Wäldchen hinter der Astrid-Lindgren-Schule vor zwei Wochen. Der Wagen wurde vom Kindergarten „Lüttje Hus“ für regelmäßige Ausflüge in den Wald genutzt, sowohl als Unterschlupf als auch für die Lagerung von Materialien für die Arbeit mit den Kindern im Wald. Für das Frühjahr war geplant, aus Holz Spielgeräte anzufertigen, die nicht nur den Kindern der Kita, sondern auch allen Edewechter Familien zugute gekommen wären.
An diesem Vorhaben hält der Kindergarten auch weiter fest. Denn es gibt gute Nachrichten für die Kinder: Der Träger des Kindergartens, die Gemeinde Edewecht, hat der Kita bereits einen Ersatz für den ausgebrannten Bauwagen in Aussicht gestellt. „Sobald dieser da ist, wollen wir mit Eltern und freiwilligen Helfern den Erlebnisspielplatz mit Naturmaterialien, vor allem Baumstämmen, erstellen“, berichtet Kindergarten-Leiterin Angelika Hillje. Auch hierfür sei bereits Unterstützung aus der Bevölkerung zugesichert worden.
