Bad Zwischenahn/Ammerland - Geschätzt wird die deutsche Brotkultur über die Landesgrenzen hinaus – auch als Kulturgut. Mit über 3200 eingetragenen Brotsorten haben es die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht leicht, den Überblick zu behalten. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat daher vor einigen Jahren das Brotregister als Bestandsaufnahme der deutschen Brotvielfalt erstellt. Handwerksbäcker, die Mitglied einer Innung sind, können online ihre Brotschöpfungen eintragen.
Nun haben sich die Innungsbäcker an der diesjährigen Brot- und Brötchenprüfung im Ammerländer Bauernhaus in Bad Zwischenahn beteiligt – öffentlich und ganz analog. „Über 80 Brot- und Brötchenproben wurden geprüft mit durchgängig sehr guten Ergebnissen“, sagt Doris Bohlken von der Kreishandwerkerschaft Ammerland. Die Proben der Innungsbäcker wurden durch Prüfer Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut kontrolliert. Der Qualitätsprüfer hat dabei Form, Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaft, Lockerung, Krumenbildung, Struktur, Elastizität sowie Aroma und Geschmack der Backwaren betrachtet.
Mit der Online-Registrierung der Brotschöpfungen hat der Zentralverband zudem ein Instrument geschaffen, um die deutsche Brotlandschaft zu bewahren und die Leistung der deutschen Bäcker gebührend zu würdigen.
„Das Brotregister drückt die Brotvielfalt erstmals in konkreten Zahlen aus und liefert dadurch ein solides Fundament für die Anerkennung des deutschen Kulturguts Brot als immaterielles Kulturerbe durch die Unesco“, teilt die Bäckerei-Innung Oldenburger Land mit.
