Petersfehn/Ofen - Viele Autos stehen die meiste Zeit des Tages eigentlich nur an der Stelle, wo sie nach dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Sportverein abgestellt wurden. Trotzdem kosten die Fahrzeuge dabei Geld, denn Steuern und Unterhalt wollen bezahlt werden. Aus diesem Grund gibt es bereits seit Jahren – meist in größeren Städten wie Oldenburg – die Gelegenheit, sich per „Carsharing“ ein Auto zu teilen. Diese Idee soll jetzt auch auf den ländlicheren Bereich mit direkter Anbindung an die Stadt ausgeweitet werden.
Wo könnte Carsharing eingeführt werden ?
Das Zwischenahner Klimaschutzkonzept benennt ganz konkret, die Maßnahme „Carsharing-Stationen zumindest in den Grundzentren und dem Mittelzentrum bis 2030“ einzuführen. Um das Interesse an einem solchen Angebot festzustellen, lädt die Gemeinde Bad Zwischenahn am Mittwoch, 25. Januar, von 18 bis 20 Uhr im Friedrich-Hempen-Haus in Ofen zu einem Informationsabend zum Thema Carsharing in Ofen und Petersfehn ein.
Vorab und im Anschluss sind alle Einwohnerinnen und Einwohner sowie Unternehmer aus Petersfehn und Ofen eingeladen, bis zum 13. Februar an einer Umfrage teilzunehmen, die im Internet unter dem Link http://www.kurzelinks.de/r6ul zu finden ist.
Was kann man sich unter Carsharing vorstellen ?
Beim Carsharing – zu Deutsch „Autoteilen“ – besitzt eine Person ein Auto nicht selbst, sondern teilt es mit anderen. Dies kann besonders für Menschen, die innerhalb ihres Haushalts möglicherweise bisher einen Zweitwagen besitzen und teuer unterhalten müssen, aber auch für andere, die selten ein Auto benötigen oder generell primär auf alternative Verkehrsmittel umsteigen wollen, interessant sein.
Von wem wird ein solches Carsharing angeboten ?
Halter des Carsharing-Autos ist in der Regel der Carsharing-Anbieter, den die Gemeinde per Ausschreibung suchen muss. Nutzer melden sich für das Buchungsportal des Anbieters an. Das Buchen funktioniert per Telefon, App oder über die Website, auf der verfügbare freie Zeiten angezeigt werden.
Nach der Anmeldung können die Nutzer alle Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr selbstständig buchen und nach Stunden oder Kilometerleistung dafür zahlen. Meistens wird ein Kleinwagen mit Benzinmotor als Carsharing-Auto angeboten. Das Fahrzeug muss nach der Nutzung wieder am selben Ort, an dem es abgeholt wurde, platziert werden. Carsharing führt im besten Fall zu weniger Pkw-Aufkommen und einem klimafreundlicheren, geänderten Mobilitätsverhalten.
Wer kann vom Carsharing am meisten profitieren ?
Die Carsharing-Nutzer können im Vergleich zum Unterhalt eines eigenen Autos oder eines Zweitwagens viele Kosten sparen.
Dabei schonen sie zudem Ressourcen und Umwelt. Auch Unternehmen in Petersfehn und Ofen könnten die Leasing- und Wartungskosten ihrer eigenen Pkw-Flotte vermindern, erreichen mehr Flexibilität und Auslastung der Autos bei wenigen Fahrten pro Tag durch Mitarbeiter und tun etwas für ihr Image und die Umwelt, so die Gemeinde Bad Zwischenahn.
Was ist in den Orten Petersfehn und Ofen angedacht ?
Petersfehn und Ofen liegen in Randlage zur bereits Carsharing anbietenden Stadt Oldenburg, wodurch sich eine gewisse städtische Nähe zur vorhandenen Infrastruktur abzeichnet.
Interessierte, Unternehmen, Vertreter der Wohnungswirtschaft und Vereine sind eingeladen, am 25. Januar von 18 bis 20 Uhr im Friedrich-Hempen-Haus in Ofen zwei Impulsvorträge von einem Carsharing-Anbieter sowie einem gewerblichen und privaten Nutzer von Carsharing-Autos zu hören und an Stellwänden für die beiden Ortschaften die Chancen und Notwendigkeiten zu erörtern.
Die Gemeinde Bad Zwischenahn sei auf das Feedback angewiesen, um bei Bedarf Schritte zur Umsetzung von ein bis zwei Carsharing-Stationen einzuleiten. Sollte kein Bedarf ersichtlich werden, wird die Maßnahme nicht weiter verfolgt, so die Gemeinde. Um eine Anmeldung zu der Veranstaltung am 25. Januar wird gebeten bei Klimaschutzmanagerin Laura Helen Finger per E-Mail an finger@bad-zwischenahn.de oder unter Tel. 04403/604-615.
