Ammerland - Vor zwei Jahren haben viele Menschen Corona noch als Grippe abgetan. Und in den ersten Wochen der Pandemie kannte kaum einer jemanden, der als Infizierter oder Kontaktperson in Quarantäne musste.

Das ist jetzt anders. Rund 19 000 Ammerländerinnen und Ammerländer waren bereits direkt von Covid betroffen – das sind 15 Prozent. Aktuell befinden sich 1064 Infizierte in Quarantäne. Gesund entlassen wurden seit Pandemiebeginn 7389 Personen. Ohne positives Testergebnis mussten 10  707 Ammerländer als Kontaktpersonen in Quarantäne. 119 davon sind es aktuell. Dass derzeit vergleichsweise wenige Menschen sich in Kontaktquarantäne befinden, liegt auch an den vielen Impfungen, die beispielsweise Geboosterte davon verschont. Und wenn auch angesichts der hohen Zahlen eine Kontaktverfolgung und Quarantänekontrolle nur noch schwer leistbar ist, weist der Landkreis darauf hin, dass es nach wie vor Stichproben gibt. Außerdem findet der Kontakt mit dem Gesundheitsamt generell bei allen Betroffenen unter 18 Jahren und allen über 60 Jahren statt.

Zu den aktuellen Zahlen: am Mittwoch meldete der Landkreis mit 185 Neuinfektionen wieder eine recht hohe Zahl. Sie ist aber identisch mit der vom vergangenen Mittwoch. 23 Betroffene stammen aus Apen, 33 aus Bad Zwischenahn, 26 aus Edewecht, 35 aus Rastede, 32 aus Westerstede und 36 aus Wiefelstede. Die Inzidenz ging leicht zurück auf 811,8. Sehr unterschiedlich sind die Werte für die einzelnen Gemeinden. Wiefelstede liegt nun bei 1048,6, Apen nur bei 586,2. Dazwischen befinden sich Bad Zwischenahn (700,2), Edewecht (820,2), Rastede (912,2) und Westerstede (779,1).

Keine Veränderung im Klinikzentrum Westerstede: Dort gab es (Stand 10.30 Uhr) lediglich sechs Covid-Erkrankte auf Normalstation.

Auf einen Blick: Die Corona-Zahlen im Ammerland. Grafik: Borrmann

Auf einen Blick: Die Corona-Zahlen im Ammerland. Grafik: Borrmann

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland