Ammerland - Was ist denn schon wieder im Ammerland los? Das wird so mancher denken, der regelmäßig die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts anschaut. Am Montag lag die 7-Tagesinzidenz offiziell noch bei 830,1. Und dann gab es am Dienstagmorgen einen riesigen Sprung auf 1211,4. Das war der dritthöchste Wert in Deutschland.
Wer nun an irgendeinen Groß-Ausbruch denkt, liegt falsch. Die Inzidenzwerte im Ammerland liegen seit Wochen über der 1000er Marke. Nur an den Wochenenden gibt das Land keine Daten mehr nach Berlin weiter. Das RKI rechnet dann mit null neuen Fällen. Erst wenn im Laufe des Montags die Nachmeldungen eintreffen, werden die Werte am Dienstag berichtigt. Eigentlich ein Unding, wo doch die 7-Tagesinzidenz über zwei Jahre als die Basis für die verschiedensten Corona-Maßnahmen diente.
Zu den aktuellen Zahlen: 132 Neuinfektionen meldete der Landkreis am Dienstag. Das sind gerade mal elf weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Quarantäne-Fälle insgesamt ist jedoch im Vergleich zu Montag deutlich zurückgegangen. Da die Absonderung nun nur noch fünf Tage beträgt, wurden fast 1000 Personen aus der Quarantäne entlassen. Am Infektionsgeschehen hat sich jedoch nicht wirklich viel geändert. Rastede hat mit einem Wert von 901,4 nach wie vor die niedrigste Gemeinde-Inzidenz. Dahinter folgen Bad Zwischenahn (1103,5) und Westerstede (1222,4). Fast gleichauf liegen Apen (1320,2) und Edewecht (1346,4). Wiefelstede bleibt Spitzenreiter – nun mit einer Inzidenz von 1681,7.
Trotz dieser weiterhin hohen Werte sind schwere Corona-Fälle im Ammerland derzeit kein Thema. Auf der Intensiv-Station im Westersteder Klinikzentrum gab es auch am Dienstag keinen Covid-Erkrankten.
